Heinz Gössing

Im Berufsleben war er Leiter
der Finanzabteilung der Hüttenwerke Kayser. Sein Hobby ist die Musik: Dreißig
Jahre lang ist er Leiter des Akkordeon-Orchesters Lünen. Er singt seit dem 10.
Mai 1978 im Chor der hll. Boris und Gleb in Horneburg.
Seine besondere Liebe gilt
dem Heiligen Berge Athos, zu dem er bereits häufig gepilgert ist.
Es gibt griechische,
russische und serbische Kirchen, die mit seinen Ikonen geschmückt sind. Für ihn
steht die Religiosität im Vordergrund. Das Thema wird vergeistigt. Es ergibt
sich eine tiefe innere Beziehung zu Bild und Thema. Er liebt besonders die
Ikonen der Geburt und Auferstehung Christi, der Verkündigung an die allheilige
Gottesgebärerin, der Erzengel Gabriel und Michael sowie des Wundertäters
Nikolaus.
Nach den traditionellen
Regeln wird ein Brett mehrfach behandelt und dann mit Stoff überzogen. Somit
bleibt das Bild auch dann erhalten, wenn das Holz zu reißen beginnt. Auf die
Vorzeichnung werden die Grundfarben aufgetragen. Die Ikone wird aus dem Dunkeln
ins Helle geschrieben. Die Schattierungen werden immer heller. Farbpigmente
werden mit Eigelb gemischt. Hintergrund und Heiligenschein werden vergoldet.
Zum Schluss wird die Fläche mit Firnis überzogen.
Am 25. März 1979 wird eine
Ausstellung seiner Ikonen in der Neuen Galerie im Heinz-Hilpert-Theater Lünen
eröffnet.
Vom 17. bis zum 25. November
1984 stellt er zusammen mit anderen Ikonenmalern aus Deutschland in der
evangelischen Apostelkirche in Münster seine Ikonen aus.
Vom 6. bis zum 24. April 1992
ist eine Ausstellung unter dem Titel: Die
Welt russischer Ikonen in der Sparkasse Lünen.

Artikel in der Presse
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Heinz Gössing
findet tiefe Beziehung zu den Bildern. "Ikonenmalerei ist keine
kommerzielle Sache", in: Ruhr-Nachrichten, 3.9.1983.
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Höpping, Barbara, Mit Ikonen schlägt Lüner ökumenische Brücke zur
Ostkirche. Reisen, Malen, Singen: Heinz Gössing pflegt Einheit von Liturgie,
Kirchengesang, Kultbildern. Mit Eigelb, Bier und Nelkenöl geht er zur Sache.
Gold ist der Himmel auf Ikonen. Auf einen Stein vom Heiligen Berg Athos malt er
Maria mit dem Kind. Dazu braucht er eine Lupe, in: Westdeutsche Allgemeine
Zeitung Lünen, 23.12.1989.
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Die Welt russischer Ikonen. Ausstellung in Lünen, die vom Ikonenmaler
und Kenner der Ostkirche, Heinz Gössing, zusammengestellt wurde, in: WAZ,
8.4.1992.