Vorsätze

 

In unserem Leben beginnt immer wieder etwas Neues: Die Schule fängt an, wir treten eine neue Arbeitsstelle an, im privaten Leben gibt es einen Neubeginn, ein Neues Jahr kommt. Bei solchen Gelegenheiten fassen wir Vorsätze. Wir wollen in der nächsten Zeit alles besser machen. Es soll nicht mehr so weitergehen wie bisher. Wir setzen also voller Freude und Hoffnung einen neuen Anfang.

 

Doch bald merken wir, daß sich manches wiederholt, was wir vermeiden wollten. Wir hatten vorgehabt, uns weniger zu ärgern, aber der Zorn hat uns wieder einmal überwältigt. Wir wollten freundlicher sein, doch es gelingt uns einfach nicht. Wir wollten dankbarer sein, jedoch haben wir wieder einmal vergessen, wieviel wir anderen verdanken.

 

An dieser Stelle sollten wir darauf achtgeben, daß wir nicht resignieren. Auch wenn wir unsere Ziele nicht vollständig erreichen, ist es doch gut, die Hoffnung auf eine Besserung nicht aufzugeben.

Die Arbeit an uns selbst ist allerdings nur ein Teil der Wirklichkeit. Wichtiger ist, daß uns der Herr ermöglicht, immer wieder neu zu beginnen. Wir vertrauen darauf, daß Er, der in uns das gute Werk begonnen hat, es auch vollenden wird (vgl. Philipperbrief 1, 6).

 

Diese Ansprache wurde im Jahre 2013 in der Neuen Kirche zu Horneburg gehalten.

 

© Dr. Heinrich Michael Knechten, Stockum 2026

 

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