Mein Priesterleben

 

Warum wollte ich Priester werden?

Während meines Studiums wurde ich gebeten, einen Bibelkreis zu leiten. Ich erfuhr, daß junge Menschen in sich Kräfte fanden, mit denen sie Stürmen und Widrigkeiten begegnen konnten. Sie sahen ein Ziel, das sie vorher nicht vermutet hatten. Ich war darüber erstaunt; denn ich hatte gemeint, mich ganz der Wissenschaft widmen zu sollen. Nun entschied ich mich, ins Priesterseminar einzutreten und die Wissenschaft künftig nur noch nebenbei zu pflegen.

Es ging mir darum, Menschen auf ihren Wegen zu begleiten. Die Wendepunkte des Lebens wie Geburt, Hochzeit, Krankheit und Tod, weisen deutlicher als zu den anderen Zeiten auf eine spirituelle Dimension hin, die es gemeinsam zu entdecken gilt. Das Leben ist nicht eindimensional oder flach, sondern enthält eine Fülle und Kostbarkeit, die aber manchmal übersehen oder nicht genügend wahrgenommen wird.

Im Laufe der Jahre erkannte ich immer mehr die Bedeutung des Rituals. Wenn Menschen in Bedrängnis sind, ist ein uraltes Gefüge, das sie dankbar wiedererkennen, Stütze und Halt. Sie stehen in einer Gemeinschaft, die sie trägt. Sie nehmen eine Perspektive wahr, die ihnen vorher verborgen war.

 

1976

Im September trat ich ins Priesterseminar in Münster ein. Ich hatte seit 1973 in Würzburg studiert. Diese Stadt war vom Barock geprägt, während Münster mir quadratisch und abgezirkelt vorkam. Die Umgangsweisen miteinander waren nicht selten äußerst direkt. Da ich in einem Orden gewesen war, galt ich als erzkonservativ und wurde dementsprechend behandelt.

 

1977

Da ich nicht im Borromäum, dem Ausbildungshaus für Theologiestudenten, gewesen war, mußte ich, ebenso wie zwei andere, zunächst ein Praktikum in einer Gemeinde machen.

Hier bestand die Jugendarbeit darin, daß der Kaplan alle Meßdiener vor den großen Festen in der Kirche versammelte und erklärte, welche Dienste anstehen; es entstand ein großer Lärm und Unaufmerksamkeit.

Der Pfarrer bat mich, die Jugendarbeit neu zu organisieren. Ich fragte den Grundschullehrer, welche seiner ehemaligen Schülerinnen und Schüler geeignet seien, eine Gruppe zu leiten. Er nannte mir elf Namen. Ich hielt mit diesen monatlich eine Gruppenstunde ab mit Spielen, Basteln und Sport, auch religiöse Elemente fehlten nicht, damit sie selbst die Erfahrung der Gruppenarbeit machen konnten. Eine Person schied aus. Nun erhielten die übrigen je eine Kindergruppe und auf einen Schlag gab es zehn Gruppen in der Jugendarbeit. Der Kaplan kritisierte mich zwar heftig, konnte aber seine Augen nicht vor dem Ergebnis der Arbeit verschließen.

Im Herbst 1977 wurde meine Arbeit auch dadurch anerkannt, daß ich die Weihe zum Diakon erhielt. Ich verspürte Erleichterung, weil nun der dornenreiche Weg des Studiums und des Abwägens, ob ich Priester werden wollte oder nicht, zum Abschluß gekommen war.

An der Hauptschule, an der ich Religion unterrichtete, geschah einmal Folgendes: In der Pause warf ein Schüler einen anderen zu Boden, zog ihn an den Beinen hoch und schlug ihn mehrmals mit dem Kopf auf den Asphalt.

Am nächsten Sonntag predigte ich über die zunehmende Gewalt an den Schulen. Der Stadtrat befaßte sich mit dem Thema und verurteilte meine Ansprache als Nestbeschmutzung.

 

1978

Bei der Priesterweihe empfand ich, daß mir ein schweres Joch auferlegt wurde.

Da in einer Gemeinde der Pfarrer versetzt und noch kein neuer eingeführt worden war, hatte ich dort eine Aushilfsstelle. Der Kaplan, der seit einigen Jahren dort wirkte, sagte mir, ich bräuchte nichts zu tun außer Gottesdienst zu feiern. Als junger Geistlicher brannte ich darauf, etwas in Bewegung zu setzen, und erhielt nun eine erste kühle Dusche. Um meine Zeit zu gestalten, lernte ich Chinesisch.

Der Pfarrer, in dessen Pfarrei ich kommen sollte, lud mich ein, an der Verabschiedung des Kaplans, meines Vorgängers, teilzunehmen. Die Gemeinde wußte nicht recht, an wen sie sich halten sollte, an den alten oder an den neuen Kaplan. Schnell galt ich wiederum als konservativ, aufgrund meiner Kleidung und wohl auch infolge einiger Antworten auf Fragen, die mir prüfend gestellt worden waren.

Als ich dann dort als Kaplan wirkte, verhielt sich der Pfarrer mir gegenüber recht distanziert, da er sich für progressiv hielt. Von Anfang an wurde mir seitens der Leitung der Verbandsjugend vorgeworfen, die Kinder- und Jugendarbeit zu behindern, da ich im Pfarrgemeinderat mit fast allen anderen für die neue Hausordnung des Pfarr- und Jugendheimes gestimmt hatte, die einen Hausmeister als Schlüsselverwalter vorsah, während die Jugendvertreter forderten, jeder Gruppenleiter sollte einen Schlüssel zum Jugendheim haben. Diese Forderung wurde vier Jahre lang bei jeder Sitzung der Jugendverbände wiederholt.

Ich hätte auf das Verbindende hinweisen müssen, auf die gemeinsame Kinder- und Jugendarbeit. Viel weiter konnte ich nicht gehen; denn bereits in der betreffenden Pfarrgemeinderatssitzung hatten alle Verbandsjugendvertreter unter Protest den Saal verlassen. Offensichtlich hatten sie das vorher abgesprochen. Wenn ich sie nicht verlieren wollte, mußte ich stillhalten und die Situation ertragen. Allerdings hätte ich manchmal mehr Stärke und Mut beweisen müssen, wenn der Ton mir gegenüber allzu frech wurde.

 

1979

Der Pfarrer sagte mir ein Zitat, um meine Haltung umzukehren: „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt darauf an, sie zu verändern!“ (Karl Marx, elfte These über Feuerbach, aus dem Jahre 1845).

Nach einer Religionsstunde in der Oberstufe eines Gymnasiums baten zwei Schüler um ein Gespräch. Sie schlugen mir vor, über Probleme der Dritten Welt zu reden.

Ich besorgte einen Katalog der kirchlichen Mediathek und ließ sie Filme wählen, die sie für interessant hielten. Wir schauten sie dann nacheinander im Unterricht an. Es ging um die Ursachen der Verelendung. Daraus entwickelte sich eine Dritte-Welt-Gruppe, die ich als eingetragenen Verein anmeldete. Wir gründeten einen Dritte-Welt-Laden in meiner Wohnung und verkauften Artikel aus Fairem Handel, machten Straßen-Aktionen, führten Filme vor und trafen uns jeden Freitagabend. Die Gruppe wuchs rasch. Wir kochten zusammen nach dem Rezept: „Man nehme, was man hat“ und aßen gemeinsam.

Was waren die Informationsquellen dieser Gruppe?

·     Die Filme, die wir zeigten, stammten aus der Mediathek des Bistums Münster.

·     Die Länderberichte kamen vom bischöflichen Hilfswerk Misereor.

·     Die Umweltproblematik wurde dargestellt in der US-amerikanischen Studie „Global 2000. Der Bericht an den Präsidenten“, die von der dortigen Regierung 1977 in Auftrag gegeben und vom Council of Environmental Quality 1980 in New York in drei Bänden herausgegeben worden war.

·     Die Informationen zur Rüstungsindustrie waren vom Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI), zum Beispiel das Buch:
Rüstung und Abrüstung im Atomzeitalter. Ein Handbuch, herausgegeben vom Stockholm International Peace Research Institut, Reinbek 1977.
Hier wurde aufgezeigt, daß die Rüstung wertvolle Ressourcen verbraucht, finanzielle Mittel abzweigt, die für humane Zwecke notwendig wären, und letztlich die Konflikte in der Welt anheizt.

Dies waren respektable Quellen, doch in der Zeitung (NRZ) wurden wir als blauäugig und linksblind bezeichnet. Im Bericht über uns wurden Anführungszeichen verwendet:

Sie geben „Informationen“.

Am meisten erregte Anstoß, daß wir auf die wachsende Waffenproduktion, die Arbeitsbedingungen einheimischer Arbeiter und auf die Einleitung von Schadstoffen in Flüsse hinwiesen.

Wenn es um die Rüstung ging, gab es heftigen Widerspruch. Der Pfarrer sagte mit ernstem Gesicht: „Es geht hier um Arbeitsplätze!“ Ich lieh ihm daraufhin folgendes Buch aus:

·     Arbeitsplätze durch Rüstung? Warnung vor falschen Hoffnungen, mit Beiträgen von Norbert Gansel, Horst Jungmann und Heide Simonis, Hamburg 1978.

Der Pfarrer gab mir indessen das Buch ungelesen zurück.

In diesem Werk wurde ausgeführt, daß die Höhe der Aufträge in der Rüstungsindustrie starken Schwankungen unterliegt. In Krisenzeiten werden mehr Waffen bestellt als in friedlicheren Zeiten. Damit sind auch Arbeitsplätze gefährdet.

Heute (2026) hat sich die Argumentation in diesem Bereich erschöpft, da eine größere Bedrohungssituation als damals vorliegt.

 

Nun fahre ich in meiner Erzählung fort.

Der Pfarrer war mit diesem Teil meiner Arbeit nicht einverstanden.

Ich hätte ihn auf den Widerspruch aufmerksam machen müssen zwischen seinen Worten (siehe das obige Marx-Zitat) und seinem Verhalten mir gegenüber.

Was soll ich sagen? Auf einmal galt ich als progressiv, allerdings auch als schädlich für Kirche und Gesellschaft. Ich war jemand, den man meiden und ausschließen mußte.

 

1980

In dieser Gemeinde gab es viele Meßdienergruppen. Ich schrieb eine Satzung für sie, stellte Programme für die einzelnen großen Feste auf, hatte auch Erwachsenenmeßdiener, fuhr ins Ferienlager und ging mit dem ganzen Schwarm zur Martinikirmes.

Ich hatte eine Trillerpfeife dabei, um die Truppe zusammenzuhalten. Bei den einzelnen Fahrgeschäften fragte ich, ob wir Ermäßigung und Mengenrabatt erhielten, was auch stets gewährt wurde. Die Kinder und Jugendlichen waren glücklich und der Kaplan auch.

Bei einer Kirmes hatte mich das Sportfieber gepackt. Da war eine Schiffschaukel. Anfangs gab es einen Schub, doch die Bewegung verlangsamte sich immer mehr. Am nächsten Tag brachte ich eine Begleitperson mit, doch unsere Bewegungen waren nicht koordiniert. Am dritten Tag kam ich allein wieder und setzte um, was ich mittlerweile begriffen hatte: Immer ein klein wenig Schwung geben, einmal nach rechts, dann, wenn die Schaukel zurückschwang, nach links. Die erreichte Höhe wurde immer größer, bis endlich der Überschlag gelang.

Am Sonntagmorgen zur Heiligen Messe um 8.00 Uhr fehlten häufiger die Meßdiener. Der Pfarrer äußerte laut seinen Unmut. Ich rief die betreffenden Eltern an und machte Besuche. Langsam besserte sich die Zuverlässigkeit der Meßdiener.

 

1981

Ich besuchte alle 113 Ausländer unserer Gemeinde. Bürger Jugoslawiens (Bosnier, Kroaten, Herzegowiner, Mazedonier, Montenegriner, Serben und Slowenen) waren schweigsam. Mit ihnen kam kein Gespräch zustande, was nicht an ihrer mangelnden Sprachkompetenz im Deutschen lag. Ganz anders die Koreaner. Sie luden mich zu Familienfesten ein, bei denen es äußerst scharf gewürzte Speisen gab, baten mich um Vermittlung im Berufsleben und, kirchliche Trauungen abzuhalten.

Darüber hinaus besuchte ich die Pfarrmitglieder eines ganzen Stadtviertels. Vor Taufen, Trauungen und Beerdigungen sowie zur Krisenintervention wurden ebenfalls die betreffenden Familien besucht.

Dennoch wurde mir immer wieder vorgehalten: „Heute machen die Geistlichen keine Hausbesuche mehr.“

Mir erschien dies wie eine stereotype Äußerung, die von einem diffusen Gefühl der Vernachlässigung motiviert war.

 

Ich gab Religionsunterricht in der Grundschule, in der Hauptschule und im Gymnasium. Die unverfälschte Freude der Kinder, wenn ich mit meiner Gitarre ankam, ist mir lebhaft in Erinnerung. In der Hauptschule war eine emotionale Wärme zu spüren, die im Gymnasium fehlte.

In der Kinder- und Jugendarbeit gab es hundert Meßdiener, hundert Pfadfinderinnen, fünfzig Pfadfinder und dreißig Mitglieder von Jungkolping. Dazu kamen vierzig Mitglieder der Dritte-Welt-Gruppe und zehn der Donnerstagsgruppe, die so hieß, weil sie sich donnerstags traf. Ich besuchte nacheinander alle Gruppen und nahm an allen Sitzungen der Gremien teil.

Zu den Gottesdiensten kamen jeden Sonntag zweitausend Besucher, verteilt auf fünf Heilige Messen.

Ich brachte den Kranken die Heilige Kommunion, wofür sie dankbar waren, da sie nicht mehr zur Kirche gehen konnten.

Die Predigtvorbereitung nahm viel Zeit ein. Der Pfarrer sagte, ich solle näher am Menschen predigen.

Monatlich hielt ich einen Wüstentag, gemäß den Anregungen von Charles de Foucauld. Der Pfarrer erlegte mir mehrmals gerade an diesem vorher vereinbarten Tag eine Beerdigung auf, mit der Bemerkung, er habe überhaupt keine Freizeit.

Ich nahm Obdachlose und entlassene Strafgefangene in meine Wohnung auf. Die Obdachlosen verunreinigten die Räume durch Urin und die ehemaligen Strafgefangenen stahlen mir Geld und Teile der Kücheneinrichtung.

Immer wieder besuchte mich der Pfarrer unangemeldet am Sonntagabend und sagte mir, ich sei eng. Schließlich verlangte er von mir, ich solle die Pfarrei Monate vor dem vereinbarten Termin verlassen. Ich lehnte ab.

Ich hätte ihm sagen müssen, daß er sich unfair verhält.

 

1982

Bald nach meiner Ankunft in der neuen Gemeinde kamen zwei Gruppenleiter zu mir, die nicht mehr mit dem organisierten Jugendverband zusammenarbeiten, wohl aber Meßdienergruppen übernehmen wollten. Ich stimmte zu, schrieb eine Satzung für die Meßdiener und wurde sogleich als der Totengräber des betreffenden Jugendverbandes bezeichnet. Seine Jugendgruppenleiter stellten ihre Zusammenarbeit mit mir ein. Auch die Musikgruppe wandte sich von mir ab, sodaß ich auswärtige Musizierende für meine Jugendmessen bestellen und bezahlen mußte. Da auch keine Bereitschaft war, ein Ferienlager mit meiner Präsenz durchzuführen, organisierte ich selber eines, bestellte auch den Bus und ließ Informationen an die Schulen gehen, die aber offensichtlich nicht verteilt wurden. Es gab keine Anmeldungen und ich mußte Ferienlager und Bus stornieren. Gleich kam die Pfarrgemeinderatsvorsitzende mit mehreren aus dem Pfarrgemeinderat und fragte mich in scharfem Ton: „Wo bleibt der frische Wind in Ihrer Jugendarbeit?“

Ich hätte den beiden Meßdienergruppenleitern sagen müssen, daß ich mir die Sache überlegen wollte. Daraufhin wäre ich zu dem Jugendverband gegangen und hätte mit ihnen diese Angelegenheit besprochen. Dadurch wären der Gemeindearbeit zwar zwei Gruppenleiter verlorengegangen, aber es hätte eine Zusammenarbeit mit dem Verband gegeben.

 

1983

Ich gründete einen Bioladen, in dem Nahrungsmittel verkauft wurden, die ohne Pestizide angebaut worden waren. Die Miete für das Ladenlokal bezahlte ich von meinem Gehalt. Die Geschäftsleute meinten, dies sei unlauterer Wettbewerb, da unsere Verkäufer unentgeltlich arbeiteten. Außerdem gäbe es keine Naturprodukte mehr, da Ackerböden, Luft und Wasser verseucht seien.

Ich besuchte Nicaragua und unterstützte in der Folgezeit einen Kindergarten, den ich dort besucht hatte, mit neuen Kinderschuhen, mit Spielzeug und Malutensilien sowie finanziell.

Es hatte sich eine örtliche Wählergemeinschaft gebildet, der ich beitrat, um die Forderungen nach Frieden und Gerechtigkeit besser hörbar zu machen. Ich wurde in den Stadtrat gewählt. Nun lautete die Beschuldigung, ich mache in der Gemeinde kommunistische Jugendarbeit.

Es schien mir, eine politische Tätigkeit sei mir möglich; denn das Kirchliche Gesetzbuch stand dem nicht entgegen. Immerhin war ja der Priester Carl Ulitzka 1920 bis 1933 im Reichstag tätig gewesen und der Priester Heinrich Brauns war Reichsarbeitsminister. Allerdings kannte ich die nachkonziliare Gesetzgebung nicht. Es gab eine Erklärung der deutschen Bischöfe zur parteipolitischen Tätigkeit der Priester, die während der Vollversammlung in Fulda vom 24. bis zum 27. September 1973 verabschiedet worden war und ein entsprechendes Verbot enthielt.

Ich hatte Kontakt mit französischen Arbeiterpriestern und nahm auch an einem Werkseminar teil, in dem wirtschaftliche Zusammenhänge dargelegt wurden. Im Anschluß daran war ich drei Wochen in einer Glashütte tätig. Meine Aufgabe war, mit französischen Arbeitern zusammen einen Ofen zu bauen, der Glas für Autoscheiben herstellte.

Nun wurde ich als Pfleger in ein Heim versetzt, in dem Schwer- und Mehrfachbehinderte waren. Ich stellte mich dort vor, erfuhr aber, daß die dortige Mitarbeitervertretung vorher nicht gefragt worden und mit meiner künftigen Tätigkeit nicht einverstanden war. Ich hatte bisher noch nie etwas mit Behindertenarbeit zu tun gehabt und entschloß mich daher, eine Rückfrage zu stellen.

Da mir keine Möglichkeit mehr gegeben wurde, in meiner Gemeinde zu arbeiten, bat ich schließlich um Beurlaubung auf drei Jahre, damit ich Arbeiterpriester werden konnte. Ich erhielt die Genehmigung, mußte mir aber innerhalb von zwei Tagen eine neue Wohnung und eine neue Arbeitsstelle suchen. Die Wohnung fand ich zwar, aber die Arbeitsstelle nicht.

Einige Jahre später hatte ich einen Traum, der sich auf diese Zeit bezog:

Ich soll bei meinem früheren Pfarrer Bernhard predigen, was ich ja schon immer wollte. Ich bereite das Meßbuch auf dem Altare vor. Dann kommt die Zeit der Predigt. Ich gehe zur Kanzel, die sich hinter der Säule befindet, zum Altar gerichtet. Ich möchte das Evangelium vorlesen. Es liegt dort ein Evangeliar in französischer, lateinischer und deutscher Sprache. Der Küster hat mir gesagt, es sei der 15. Sonntag im Jahreskreis. Ich suche das betreffende Evangelium, aber die Seiten fehlen. Ich blättere lange, mittlerweile verlassen viele schon die Kirche. Bernhard blickt stumm. Ich bekomme schließlich eine Bibel, gehe mit dem Mikrophon in den Park und beginne meine Predigt. Hinter mir ist eine lange, niedrige Mauer, vor mir eine große Wiese, auf der viele Menschen flanieren. Keiner hört mir zu. Ich bin in gutem Zuge mit meiner Predigt, da bemerke ich, daß das Kabel des Mikrophons abgerissen ist. Wie stehe ich jetzt wieder einmal da?

 

Dies ist ein sogenannter Großtraum, der eine Lebensperiode bildhaft kommentiert und eine Perspektive aufzeigt.

Die Kanzel befindet sich hinter der Säule und ist zum Altar gerichtet. Da wird das Wort der Predigt direkt an den Allmächtigen gerichtet oder vor Ihm verantwortet.

Am 15. Sonntag im Jahreskreise, Lesejahr B, ist folgendes Evangelium zu lesen:

„Jesus rief die Zwölf herbei und sandte sie zu je zweien aus, gab ihnen Macht über die unreinen Geister und gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, keinen zweiten Rock, an den Füßen nur Sandalen.“ (Markusevangelium 5, 7-9).

Das ist ein Aufruf zur Entblößung, ja, zur Entäußerung; aber in dem Evangeliar, das ich in der Kirche vorfinde, fehlen diese Worte.

Interessant ist, daß die Evangelien in französischer, lateinischer und deutscher Sprache vorhanden sind. Das deutet eine universale Perspektive an; denn Französisch und Latein waren früher die Kultursprachen schlechthin. Sie hatten die Rolle, die heute Englisch einnimmt, Latein bis zum 17. und Französisch vor allem im 18. sowie 19. Jahrhundert.

Viele verlassen die Kirche. Tatsächlich gingen in der Folgezeit immer weniger Menschen zur Kirche. 1978 bis 1982 waren es in St. Vincentius Dinslaken in fünf Heiligen Messen insgesamt zweitausend. Heute sind es weit weniger.

Ich erhalte eine Bibel, in welcher der betreffende Abschnitt vorhanden ist, verlasse dieses Kirchengebäude, und begebe mich nach draußen.

Das Gelände ist durch eine niedrige, aber sehr lange Mauer in zwei Hälften geteilt. Ich stehe auf der anderen Seite.

Ich schäme mich.

Es ist mir in dieser Zeit nicht mehr möglich, im Rahmen einer Gemeinde zu wirken. Ich arbeite danach fünf Jahre lang in einem Betrieb, der Bremsbeläge herstellt.

Die „Mauer“ zeigt Abgeschlossensein und hauptsächliche Sorge um die, welche sich innerhalb des abgegrenzten Bereiches befinden. Durch meine Entscheidung hatte ich zunächst die meisten derjenigen verloren, mit denen ich früher zu tun hatte. Es gab keine Möglichkeit mehr, in einem großen und umfassenden Rahmen zu arbeiten. Wie sich aber in den kommenden Jahren zeigte, erhielt ich zu immer mehr Menschen Kontakt, nur eben meist zu anderen und andersgearteten als vorher.

 

Als ich jemandem meinen Wunsch vortrug, der für den Einsatz in den Gemeinden und die Vergabe der Seelsorgestellen zuständig war, sagte er mir: „Ein reicher Mann geht arbeiten.“

 

1984

An jedem Tag schrieb ich Bewerbungen, telephonierte mit Betrieben, Firmen sowie Unternehmen und besuchte sie, um mich vorzustellen und persönlich nachzufragen. Die Informationen, die ich beim Arbeitsamt erhielt, waren veraltet; die betreffenden Stellen wurden bereits besetzt.

Nach einem halben Jahr war es soweit, daß ich die nächste Monatsmiete nicht mehr hätte bezahlen können. Da erhielt ich gleich zwei Zusagen, eine für eine Fleischfabrik und eine andere für einen Betrieb, der Reibungs- und Bremsbeläge für Bahn und Bergbau herstellte. In dem fleischverarbeitenden Betrieb war es kühl und feucht. Dies hätte mir nicht gutgetan, da ich an Rheuma litt. So wählte ich den anderen Betrieb, in dem es warm und trocken war.

An meinem ersten Arbeitstage hatte ich gegen Schichtende den Boden meines Arbeitsbereiches zu fegen. Den Kollegen war klar, daß ich nach einem Tag noch nicht so gut Beläge pressen konnte, aber nun wollten sie sehen, wie ich das Fegen bewerkstellige. Ich fegte sorgfältig den Kehricht zusammen und am Schluß meinte jemand, ganz enttäuscht: „Dat hasse schomma gemacht!“

 

1985

Ich arbeitete abwechselnd in drei Schichten: Morgens, mittags und nachts. Wir hatten Stückzahlakkord. Die Beläge wurden mit Asbest gefertigt wegen der hohen Temperaturen, die beim Bremsen entstanden. Der Kleber, der Metallspäne, Gummi und Asbest miteinander verband, war hochgiftig.

Eine Form wurde mit Trennwachs eingepinselt, weißes Wachs für helle und schwarzes Wachs für dunkle Beläge. Dann wurde das Befestigungsblech eingelegt und die Mischung eingefüllt. Die Presse wurde zugefahren und wirkte bei einer bestimmten Temperatur für eine festgelegte Zeit. Dann fuhr sie automatisch wieder hoch, der Belag wurde mit einem Plastikhammer herausgeklopft und entgratet. Die Dicke wurde jeweils mit einem Meßschieber (Pachometer) überprüft.

In meiner freien Zeit feierte ich Gottesdienste, gab Exerzitien, hielt Vorträge und war bei Gruppenstunden der Christlichen Arbeiterjugend.

 

1986

Mit der Zeit konnte ich alle Maschinen in der Presserei bedienen und auf andere Formen umbauen, auch die automatische Kaltpresse, bei der die Beläge nur noch zu entgraten waren. Dadurch wurde ich Springer, das heißt, ich hatte, wenn jemand ausfiel, einen kurzen Wechsel zu vollziehen, von Frühschicht auf Nachtschicht, von Mittagsschicht auf Frühschicht oder von Nachtschicht auf Mittagsschicht. So konnte ich nichts mehr planen und lebte nur noch für die Arbeit.

 

1987

Das Verhältnis zu meinen Kollegen wurde gut. Ich war einer der ihren, besuchte sie bei Geburtstagen und führte lange Gespräche mit ihnen. Meine priesterlichen Mitbrüder warfen mir vor, anderen den Arbeitsplatz wegzunehmen, und polemisierten gegen die Gewerkschaften. Einer sagte mir klar und deutlich: Die Arbeiter wollen nicht, daß Du mit ihnen arbeitest; sie wollen Dich als Priester am Altar sehen! Ich spreche Dir das Arbeiterpriestertum ab!

Ich hatte eine andere Sichtweise. Ich war in den Betrieb gegangen, um dort Menschen zu treffen, die nicht in die Kirche gingen und ihr fernstanden. Sicher war das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber ein solcher Einwand sollte niemanden vom Handeln abhalten.

Was das Wegnehmen des Arbeitsplatzes angeht, so nimmt jeder, der arbeitet, einem anderen den Arbeitsplatz weg. Zu bedenken ist auch, daß manche Menschen gerne als Pfarrerin und Pfarrer arbeiten würden, jedoch die Zugangsbedingungen, nämlich der Zölibat und die Einengung auf männliche Kandidaten, schließen sie vom Priesteramt aus.

 

1988

Da meine Wiedereingliederung in den Gemeindedienst aufgrund meiner Schichtarbeit nicht gelang, wandte ich mich stärker der Gemeinde der heiligen Boris und Gleb zu, in der ich seit 1984 im Chor sang. Wenn ich dort, schichtbedingt, fehlte, wurde dies akzeptiert, während mir in der deutschen Gemeinde gesagt worden war, ich solle „freinehmen“. Ich wurde in der russischsprachigen Gemeinde Lektor. Der Gründer dieser Gemeinde, Pater Erwin, fragte mich, ob ich mit ihm zusammenarbeiten wollte. Ich überlegte mir dies ein Jahr lang und sagte dann zu.

 

1989

Als ich mich von meinen Kollegen im Betrieb verabschiedete, meinte einer: „Wir haben dich doch hier erstmal zum Menschen gemacht!“

Ich absolvierte in Rom einen sechswöchigen Italienischkurs und studierte dann am Orientalischen Institut Kirchenslavisch, Russisch, Byzantinische Kirchengeschichte, Russische Spiritualität, Östliche Liturgik und Dogmatik sowie orientalisches Kirchenrecht.

 

1990

Mir wurde bewußt, daß die griechische und syrische Theologie grundlegend waren für die russische Theologie und die Theologie anderer orthodoxer Kirchen. Täglich feierte ich byzantinische Liturgie und die Vesper, sang zuerst im Chor, amtierte dann als Lektor und schließlich als Zelebrant. Ich durchlebte zweimal hintereinander das Kirchenjahr mit den vielen Besonderheiten.

 

1991

In Rom war ich zum Beichtvater geworden. Es gab viele Besucher, die ich als Cicerone durch die Ewige Stadt führte. Selbst die entferntesten Verwandten und Bekannten erinnerten sich auf einmal an mich und kamen vorbei. Ihre Ansprüche waren hoch. Meine Warnung vor Taschendieben verhallte ungehört („Du willst uns angstmachen!“). Diese Sorglosigkeit hatte gewisse Folgen.

Ich schrieb eine Lizentiatsarbeit über Lebensbeschreibungen der 1988 kanonisierten Ksenija von Sankt Petersburg und bestand die Examina mit Summa cum laude. Jetzt hatte ich die Lehrbefähigung für kirchliche Hochschulen.

Ich wollte Jesuit werden, um in einer Gemeinschaft in Rußland arbeiten zu können, doch dieser Plan zerschlug sich.

 

1992

Das Wiedereinleben in Deutschland war schwierig. Wenn ich eine römische Auffassung äußerte, wurde die volle Schale des Zornes über mich ausgegossen.

Ich übersetzte ein Büchlein über die heilige Klara aus dem Italienischen ins Deutsche sowie zwei Aufsätze über den Pianisten Rachmaninov aus dem Russischen ins Deutsche und veröffentlichte die Lebenserinnerungen meines Vaters.

In der Gemeinde besuchte ich vor allem die Mitglieder, die weiter entfernt wohnten.

Es hatte in Deutschland verschiedene Migrationswellen aus Rußland gegeben. Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden in Baden Baden, Bad Ems, Bad Homburg, Bad Kissingen, Ludwigslust, Potsdam, Stuttgart, Weimar und Wiesbaden russische Kirchen erbaut, weil so viele Russen in Deutschland lebten oder sich hier regelmäßig für eine Kur aufhielten.

Nach 1945 konnten nur wenige der sogenannten Ostarbeiter (Zwangsarbeiter) zurückkehren, da sie als Kollaborateure galten.

Nach 1990 kamen zahlreiche junge Familien nach Deutschland, meist aus wirtschaftlichen Gründen.

Während unsere Kirche in Horneburg vor 1990 mit älteren Menschen gefüllt war, besuchten nun junge Familien mit Kindern die Göttliche Liturgie.

 

1993

Ich war es satt, für andere Leute Bücher zu schreiben, und entschloß mich daher zu promovieren.

Ich besuchte einen Professor, der mich auf einer Kaukasusreise zur Promotion eingeladen hatte und schlug ihm drei mögliche Themen vor:

·      „Einsam oder gemeinsam“. Koinobitische (gemeinsame) und eremitische Lebensweise.

·      Das Paterikon (Väterbuch) von Solovki. (Letzteres ist eine Inselgruppe im Weißen Meer mit berühmten Klöstern).

·      Die Pauluskommentare des heiligen Theophans des Klausners.

Die ersten beiden Themen bezeichnete er als wenig ergiebig, doch beim dritten Thema leuchteten seine Augen auf. Warum?

In dieser Zeit fanden Gespräche zwischen Lutherischen Weltbund und der Katholischen Kirche über die Rechtfertigungslehre statt, die das Kernstück der Reformation darstellt. Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre wurde 1999 unterzeichnet.

In diesem Kontext war die Frage interessant: Gibt es eine orthodoxe Rechtfertigungslehre und, wenn ja, welche Ausformung hat sie?

 

1994

Naiv, wie ich war, nahm ich an, schnell das Doktorat absolvieren zu können, weil ich ja bereits das Lizentiat im Fach Ostkirchenkunde hatte. Da hatte ich mich aber gründlich getäuscht!

Die entsprechenden Mitarbeiter bei der Immatrikulationsabteilung schrien nur: „Ausland!“, und ich erkannte die Gültigkeit des alten Wortes: „Doctor Romanus – asinus Germanus“, was, frei übersetzt, bedeutet: Wer in Rom einen akademischen Grad erworben hat, gilt in Deutschland als Esel.

Ich mußte sechs Seminararbeiten schreiben. Das verbrauchte viel Zeit. Meine Themen waren:

·      Das Gebet um die Zeit des Hahnenschreis (die Terz).

·      Die alttestamentliche Leseordnung Jerusalems im 5. Jahrhundert.

·      Die Anaphoren der Traditio Apostolica und der Jerusalemer Liturgie.

·      Der Ausfall Pauli im 1. Thessalonicherbrief 2, 15.

·      Der mehrfache Schriftsinn bei Origenes.

·      Die Passion Gottes. Hier setzte ich mich mit der Frage auseinander, ob Gott leiden kann. Ausgangspunkt war das Buch Jürgen Moltmanns: Der gekreuzigte Gott. Das Kreuz Christi als Grund und Kritik der christlichen Theologie, München 1972.

In den Sommersemesterferien hatte ich Zeit, um jeweils zwei Seminararbeiten zu schreiben, doch die Wintersemesterferien waren kürzer; und so geriet ich unter Zeitdruck. Es fehlte nicht an Kommentaren von der Art: „Du wirst Deine Arbeit nicht fertigstellen können!“, oder: „Da kommt nichts dabei heraus!“

 

1995

Die Arbeit in der Gemeinde der heiligen Boris und Gleb nahm zu, da immer mehr Menschen die Liturgie besuchten. Die Grenzen waren ja fast so offen wie vor 1917.

Allerdings kamen viele nur einmal aus Neugierde und wurden danach nicht mehr gesehen. Die Gemeinde war ein „Durchlauferhitzer“ geworden, mit Respekt gesagt.

Taufen, Trauungen, Beerdigungen im weitesten Umkreis sowie Kriseninterventionen aller Art nahmen viel Zeit und Kraft in Anspruch. Es gab kaum eine Amtsstelle, die ich nicht mit meinen Schutzbefohlenen besucht hätte.

 

1996

Mein Professor, der am Ökumenischen Institut seit 1982 gewirkt hatte, verstarb an einem Gehirntumor. Glücklicherweise gelang es mir, einen anderen Doktorvater zu finden, der aber andere Vorstellungen hatte. Ich arbeitete mit Hochdruck, um die Arbeit fertigzustellen.

 

1997

Ich gab die Dissertation ab und sie wurde angenommen. Ich bestand die drei Prüfungen des Rigorosums (Alte Kirchengeschichte, Neues Testament, Fundamentaltheologie).

Es gab eine Schwierigkeit. Eine Zusatzerklärung zur Rechtfertigungslehre von seiten der Katholischen Kirche hatte die ursprüngliche Übereinkunft verwässert. Ich scheute mich, das herauszustellen, um die Annahme der Arbeit nicht zu gefährden. Auch führte ich nicht aus, daß Karl Rahner eine große Kehrtwendung gemacht hatte. Früher hatte er gegen das Buch über die Rechtfertigung von Hans Küng Stellung bezogen, doch später übernahm er die evangelische Sichtweise.

·     Hans Küng, Rechtfertigung. Die Lehre Karl Barths und eine katholische Besinnung, Einsiedeln 1957.

·     Karl Rahner, Zur Theologie der Gnade. Bemerkungen zu dem Buch von Hans Küng, Rechtfertigung. Die Lehre Karl Barths und eine katholische Besinnung, in: Theologische Quartalschrift 138 (1958), 40-77.

·     Karl Rahner, Grundkurs des Glaubens. Einführung in den Begriff des Christentums, Freiburg im Breisgau, Basel und Wien. Hier vertritt Rahner die grundsätzlichen Aussagen der Reformation: Solus Christus, sola scriptura, sola gratia.

 

1998

Die Promotionsfeier fand erst ein Semester nach meinem Abschluß statt, da in meinem Kurs nur drei Promovenden waren.

Die Doppelbelastung blieb; denn ich schrieb in der Folgezeit zur russischen Spiritualität und zur Heimatkunde Horneburgs.

 

2007

Ich zog nach Horneburg; denn das Pendeln zwischen Recklinghausen und diesem Dorf verbrauchte zuviel Energie.

 

In den folgenden Jahren trat ich der Kolpingsfamilie und dem Bürgerschützenverein bei; ich wurde Bataillonsseelsorger. Zur Freiwilligen Feuerwehr hielt ich guten Kontakt und erhielt die Ernennung zum Ehrenbrandmeister. Mit dem Horneburger Blasorchester hatte ich ebenfalls eine gute Verbindung.

 

2018

Ich empfing die Handauflegung zum Erzpriester und das Recht, die Krone, das Epigonation, den Stab und das geschmückte Brustkreuz zu tragen.

 

2022

Aus gesundheitlichen Gründen ging in den Ruhestand.

Wegen meiner Sehschwäche kann ich keine Bücher mehr veröffentlichen, da für ein Buch umfangreiche Recherchen notwendig sind. Doch ich schreibe im Netz.

 

© Dr. Heinrich Michael Knechten, Stockum 2026

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