Gerresheim

 

St. Margaretha, Achteckiger Kirchturm mit spitzem Falldach,
Photographie von H. M. Knechten

 

In dem Gebiet, in welchem die Rheinebene beginnt, zu den Randhöhen des Niederbergischen Landes anzusteigen, befindet sich ein alter Siedlungsplatz fränkischer Stämme. Sie schätzten diese Gegend wegen der geschützten Lage und der hohen Bodenqualität des Lößbodens.

 

Nordseite, Photographie von H. M. Knechten

 

Vor 870 gründete der fränkische Adlige Gerrich im Pillebachtal, einem kleinen Seitental der Düssel,  auf seinem eigenen Grund und Boden ein Haus für einen Frauenkonvent, dem heiligen Hyppolytus von Rom (um 270 bis 235) geweiht. Die Regenbirgische Urkunde, möglicherweise eine Fälschung aus der Zeit um 1200, teilt mit, er habe sein einziges überlebendes Kind, seine Tochter Regenbirg, als Vorsteherin eingesetzt. Nach dem Gründer erfolgte die Benennung des Ortes mit Gerrichesheim, aus dem dann durch Kontraktion Gerresheim wurde.

Gerrichs Sarkophag in St. Margaretha, 14. Jahrhundert, aus einem einzigen Trachyt-Block. Spitzbogenblenden mit Kreuzblumen und zinnenbekrönte Türmchen. Trachyt kommt von τραχύς (trachýs) – rauh. Dieses Wort bezeichnet vulkanisches Gestein, hier vom Westerwald.