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Ioci
Mir fällt meistens ein Witz ein, wenn ein bestimmtes Stichwort kommt (Assoziation).
Markus riet mir nun, meine Witze aufzuschreiben. Ihm sei Dank für diese Anregung.
Diese Geschichtchen haben mich ein Leben lang begleitet. Darf ich daher einen Hinweis geben? Es genügt, einen einzigen Witz am Tag zu lesen, sonst wird es schnell fade.
“Porque
no el mucho saber harta y satisface al anima, mas el sentir y gustar de las
cosas internamente.”
(Denn nicht das Vielwissen sättigt und befriedigt die Seele, sondern das Erspüren und Verkosten der Dinge von innen.)
Iñigo de
Loyola, Obras, herausgegeben von Ignacio Iparraguirre und Manuel Ruiz Jurado,
Exercicios espirituales, Annotaciones 2, Biblioteca de autores cristianos, Band
86, Madrid 61997, 222.
„Alter schützt vor Torheit nicht!“
Deshalb veröffentliche ich gerade jetzt diese Sammlung.
Ein Wort sei an Empfindliche gerichtet:
Ein Witz lebt dadurch, daß er beißt. Da wird jemand oder eine Gruppe durch den Kakao gezogen. Tragt es bitte mit Humor!
„Humor ist, wenn man trotzdem lacht!“
Otto Julius Bierbaum
(1865-1910), Die Yankeedoodlefahrt und andere
Reisegeschichten, Vorwort, München 1909.
Die Frage stellt sich: Warum wird über die „dreckigen“ Witze am meisten gelacht?
Es ist natürlich möglich, sich über so etwas aufzuregen und schreckliche Vorwürfe sowie fürchterliche Drohungen auszustoßen, aber es besteht dazu keinerlei Verpflichtung.
Die Herkunftsangaben beziehen sich darauf, von wem oder wo ich den betreffenden Witz gehört habe; sie sind also rein subjektiv.
Wer solche Witze erfindet, läßt sich nicht immer feststellen; jedenfalls dürfte eine entsprechende Recherche schwierig sein.
Es läßt sich in den meisten Fällen herausfinden, wann ein Witz zum ersten Mal veröffentlicht wurde, aber das bedeutet nicht, daß der betreffende Erfinder bekannt wäre; denn die Herausgeber geben oft mündlich tradiertes Gut wieder.
Un ich sach noch: „Gib dat Kind kein Fisch!“
Wat tut se? Gibt dat Kind Fisch.
Un wat kricht dat Kind?
Schuppen!
Von Hildegard
Der Bademeister schreit: „Ihr Sohn hat in das Schwimmbecken gepinkelt!“
Der Vater reagiert ganz ruhig: „Das tun doch alle Kinder!“
Darauf bellt wütend der Bademeister: „Aber doch nicht vom Zehnmeterbrett!“
Von Maria
Die Mutter fragt Klein-Mäxchen: „Wo ist denn dein Schulzeugnis?“
Mäxchen antwortet: „Ach, das ist bei meinem Freund Heiko; er wollte damit seine Eltern erschrecken!“
Von Erika
Klein-Willi sitzt beim Fußballspiel auf der Schulter des Vaters und kommentiert lauthals: „Abseits! Hand! Strafstoß! Foul!“
Die Umstehenden sind erstaunt und begeistert: „Toll, wieviel der Klene vom Fußball versteht!“
Plötzlich nimmt der Vater den Kleinen von seiner Schulter und sagt böse: „Ja, vom Fußball versteht er viel, aber Pipi sagen kann er nicht!“
Von Erika
In der Oper. Klein-Erna fragt:
„Mamma, warum droht der Mann dieser Frau?“
– „Er droht nicht, sondern er dirigiert!“
– „Und warum schreit sie dann so?“
Aus der Tageszeitung um das Jahr 2000.
Fritzchen kommt zum Vater und fragt: „Warum ist der Schnee weiß?“
Antwortet der Vater: „Weiß ich nicht!“
Nach einer Stunde kommt Fritzchen wieder und fragt: „Warum sind die Blätter grün?“
Antwortet der Vater: „Weiß ich nicht!“
Nach zwei Stunden kommt Fritzchen wieder: „Papa, nervt es Dich, wenn ich so frage?“
Antwortet der Vater: „Junge, frage nur, sonst lernst du ja nichts!“
Von August
Stolz präsentiert der Sohn des Fußballspielers sein Zeugnis und kommentiert:
„Guck mal, Papa, mein Vertrag mit der dritten Klasse wurde verlängert!“
Von Erika
„Wie heißen Sie?“ –
„Müller ohne P.“ –
„Hören Sie mal, das schreibt sich überhaupt nicht mit P!“ –
„Sach ich doch!!!“
Aus dem Fahrradclub
Eine Frau sieht, wie ihr Mann auf der Waage den Bauch einzieht und ruft: „Das hilft dir gar nicht!“
Er antwortet: „Doch, nur so kann ich sehen, was die Waage anzeigt!“
Von Erika
Der Professor kommt mit zwei verschiedenfarbigen Socken zur Vorlesung. Sein Assistent eilt herzu und rät ihm, noch einmal nach Hause zu gehen und die Socken zu wechseln.
Da sagt der Professor: „Das ist doch zwecklos. Zu Hause liegt das gleiche Paar!“
Aus der Schulzeit
Warum lieben Blinde so sehr die Mohnbrötchen?
Weil darauf so interessante Geschichten stehen!
Von Maria. Da ich selbst stark sehbehindert bin, darf ich so etwas
weitergeben.
Ein Journalist fragte den Chef: „Was haben Sie mit Ihrem Weihnachtsgeld gemacht?“
„Eine Weltreise“, war die Antwort.
„Und der Rest?“
„Davon habe ich mir einen SUV gekauft.“
Nun fragte der Reporter den Arbeiter: „Was haben Sie mit Ihrem Weihnachtsgeld gemacht?“
„Ich habe mir ein Fahrrad gekauft.“
„Und der Rest?“
Da antwortete der Arbeiter bekümmert: „Den Rest habe ich selber dazu getan!“
Wurde im Betrieb erzählt.
Vor der Hochzeitsreise hat die junge Frau mit ihrer Mutter einen Geheimcode vereinbart.
Nach einem Tag kommt eine Postkarte, auf der steht: „Er hat heute ein Kotelett gegessen.“
Am zweiten Tag: „Er hat heute zwei Koteletts gegessen.“
Am dritten Tag: „Er hat heute drei Koteletts gegessen und die Pfanne ausgeleckt.“
Von der Parteiversammlung
Inge will sich aus dem Hause schleichen, doch ihr Vater fängt sie ab und fragt: „Was willst du denn noch so spät draußen?“
Inge rechtfertigt sich: „Nur noch eben zum Briefkasten und einen Brief einwerfen!“
Darauf sagt ihr Vater: „Dann beeile dich; denn der Briefkasten hat schon zweimal gepfiffen!“
Von Erika
„Mein Mann ist doch ein verrückter Kerl! Da wühle ich in der Tiefkühltruhe und er nimmt mich von hinten.“ –
„Das hat mein Mann aber auch schon einmal gemacht.“ –
„Gut, aber doch nicht bei Aldi!“
Aus dem Kaffeekränzchen ausgeplaudert.
„Mein Mann hat schwer nachgelassen!“, beschwert sich eine Frau bei ihrer Freundin.
Diese sagt: „Bei meinem Mann ist es immer gleichgeblieben.“
Die erste gratuliert: „Das ist ja wunderbar!“
Die zweite: „Nein, bei ihm war noch nie viel.“
Aus dem Kaffeekränzchen ausgeplaudert.
Eine Frau hatte einige Jahre allein gelebt und war es nun satt. So ging sie in die nächste Kneipe, ihren Papagei auf der Schulter.
„Wer raten kann, was das für ein Tier auf meiner Schulter ist, bekommt mich!“, verkündete sie.
„Das ist ein Krokodil!“, meinte jemand.
Sie antwortete: „Diese Antwort kann gerade noch so eben als richtig angenommen werden.“
Von einer Dame aus dem Kirchenchor (Sopran)
Jemand kam in eine Apotheke und verlangte eine Flugkarte nach Warschau, wurde aber darauf aufmerksam gemacht, daß dies nicht die richtige Stelle dafür sei. Darauf rief er:
„Und waruum stejt in Schaufenster Pollenflug?“
Stammt jedenfalls nicht von dieser Ethnie!
Bin krank und habe meine Symptome in eine Suchmaschine eingegeben:
Pest, Borkenkäfer oder Zylinderkopfdichtung.
Von Olaf
„Datt is abba ne fiese Zahnpasta, die brauchze nich mehr ze kaufe!“
„Was steht denn drauf?“
„Mobilat.“
Von Conny
Egon läßt einen fahren. Zurechtgewiesen, kommentiert er:
„Reine Körperbeherrschung! Jeder andere hätte gekotzt.“
Von Jupp
„Hier ist aber eine schlechte Akustik!“ –
„Wieso? Ich rieche nichts!“
Von Maria
Ein Tourist besucht die Herbertstraße in der Nähe der Reeperbahn, klopft an ein Fenster und fragt: „Wieviel?“
Darauf antwortet die Dame: „Fünfhundert Euro!“
Verlegen murmelt der Tourist: „Teuer!“
„Na klar!“, sagt die Dame, „ist ja auch Thermopen!“
Aus dem Fahrradclub
Fragt eine Frau: „Herr Bahnhofsvorsteher, wann kommt denn der Zug?“
„Kann nicht mehr lange dauern; die Schienen liegen ja schon!“
Von einer Bahnreisenden
Eine Zugführerin sagt durch: „Genießen Sie Ihr Leben in vollen Zügen!“
Auf einer Bahnfahrt gehört. Mehrere Züge waren ausgefallen. Wir standen
in den Gängen, lange Zeit, auch die Kinder.
Da sitz de aufm Sofa mittem Jesich, als wollt er sare:
„Jetz brauch de Pappa keena mehr mit watt ze kumme!“
Von Conny
Erst waren sie beethöflich,
Sie hielten sich an den Händeln
Und gingen mit Liszt an einen Bach,
Dann wurden sie mozärtlich,
Sie wurden immer reger
Und legten sich in die Haydn,
Doch dann kam ein kleiner Mendelssohn,
Da wußten sie nicht wo hindemith.
Aus der Schulzeit
„Wen soll ich heiraten, die Ärztin oder die Lehrerin?“
Die Antwort des guten Freundes lautet: „Überlege doch einmal:
Die Ärztin sagt: Der Nächste bitte!,
während die Lehrerin sagt: Das wiederholen wir jetzt noch einmal!
Von Rainer
„Ein Musiker ist auf Tournee. Seine hochschwangere Frau soll ihm Bescheid geben, wenn das Kind endlich geboren ist. Ihr Stichwort soll sein: Melone. Der Musiker sitzt also auf der Bühne und spielt. Eines Abends nun flüstert ihm ein Kollege von der Seitenbühne zu: Melone – zwee mit Stiel und eene ohne!“
Jenny Erpenbeck, Heimsuchung,
Reclams Universalbibliothek, Nr. 14388, Ditzingen 2024, 70. Die Hervorhebung
stammt von HMK.
Mamma schiebt den Kinderwagen. Die Nachbarin fragt:
„Is ett denn enn Junge?“
Mamma antwortet: „Nee.“
Darauf die Nachbarin: „Enn Mädchen?“
Sagt die Mamma: „Erraten!“
Aus einem Gespräch beim Kaffeetrinken.
Eine alte Dame schrieb an das Christkind und bat es, ihr hundert Euro zu senden, da sie in bitterer Not sei.
Auf unerfindliche Weise geriet der Brief an das Finanzamt. Die Mitarbeitenden hatten Mitleid, veranstalteten eine Sammlung und ließen der alten Dame achtzig Euro zukommen.
Da schrieb diese wieder einen Brief:
„Liebes Christkind!
Danke für die achtzig Euro, aber beim nächsten Mal schicke sie bitte nicht über
das Finanzamt; die haben mir doch tatsächlich zwanzig Euro abgezogen!“
Aus dem Seniorenkreis
Früher konnte ich einen Salto mortale ausführen und ich konnte mir die Socken mit Leichtigkeit anziehen.
Heute kann ich beides gleichzeitig.
Von Giuliana
Als sie sich scheiden ließen, war er hundert und sie achtundneunzig.
Da wurden sie gefragt, warum sie das in solch einem hohen Alter getan hätten.
Die Frau antwortete: „Wir wollten nicht, daß unsere Kinder das noch erleben mußten!“
An der Universität erzählt.
Ein Reporter trifft drei Männer, die den Eindruck besonders hohen Alters machen. Nun will er das Geheimnis erfahren, wie sie das geschafft haben.
Er fragt den ersten: „Wie leben Sie?“ Die Antwort ist: „Morgens ein Waldlauf, mittags ein Waldlauf und abends ein Waldlauf.“ Darauf fragt der Journalist: „Und wie alt sind Sie?“ Der Greis sagt: „Vierundneunzig.“
Nun fragt er den zweiten: „Wie leben denn Sie?“ – „Morgens ein Schnäpschen, mittags ein Schnäpschen und abends ein Schnäpschen.“ – „Wie alt sind Sie denn?“ – „Fünfundneunzig.“
Zum Schliß fragt er den Dritten_ „Sagen Sie einmal, wie Sie leben?“ – „Morgens ein Mädchen, mittags ein Mädchen und abends ein Mädchen.“ – „Und was ist ihr Alter?“
Da krächzte der Mann: „Sechsunddreißig.“
Bei einer Parteiversammlung erzählt.
Die Enkel umringen den Großvater und wollen etwas über den Krieg hören. Einer fragt: „Opa, als du in Sibirien warst, wie haben denn da die Wölfe geheult?“
Der Opa macht: „Wau wau!“
Da greift Fritzchen ein. „Du mußt den Opa anders fragen! –
Opa, als du jung warst, wie waren denn da die Mädchen?“
Und der Opa heult auf wie ein hungriger Wolf.
Von einem älteren Geistlichen erzählt.
Ich habe mir ein Navi für Senioren zugelegt. Es sagt mir nicht nur die Strecke zum Ziel, sondern auch, was ich da wollte.
Von Erika
Fragt der Gast: „Haben Sie hier keine Seniorenkarte?“
Antwortet der Kellner: „Ich kann Ihnen jedes Gericht als kleinere Portion servieren!“
Darauf fordert der Gast: „Ich brauche keine kleinere Portion, sondern eine größere Schrift!“
Von Rainer
Ein Siebzigjähriger hat sich in eine Achtzehnjährige verliebt.
Sein Freund redet ihm zu: „Wenn sie nun Ja sagt, was machst du dann?“
Aus dem Fahrradclub
Ein Neunzigjähriger hatte noch einmal ein Kind gezeugt.
Sein Freund fragt ihn: “Wie isset denn?”
“Kein Problem!”, antwortet der Greis, “ich muß nachts sowieso zehnmal raus!”
Aus dem Fahrradclub
Der Papst wurde eingeladen, eine Sauna zu besuchen. Nachher fragte man ihn, wie es ihm gefallen habe. Er antwortete: „Sehr gut! Morgen würde ich wohl gerne wieder in die Sauna gehen!“
„Das geht nicht“, wandte ein Kurienkardinal ein, „morgen ist gemischte Sauna!“
Da rief der Heilige Vater: „Das macht doch nichts, wenn da ein paar Evangelische dabei sind!“
Wurde im Kirchenchor erzählt (Tenor).
Ein Kaplan besuchte einen Pfarrer. Eine Woche nach seiner Rückkehr erhielt er folgenden Brief:
„Hochwürdiger Mitbruder!
Ich will nicht behaupten, daß Sie den silbernen Löffel gestohlen haben, aber
ich will auch nicht das Gegenteil sagen.
Cum Ave fraterna, Pfarrer Müller“
„Cum Ave fraterna“ bedeutet: Mit einem
brüderlichen Gegrüßet seist du, Maria.
Nach einer Woche erhielt der Pfarrer folgenden Brief:
„Hochwürdiger Herr Pfarrer!
Ich will nicht behaupten, daß Sie etwas mit Ihrer Haushälterin haben, aber ich
will auch nicht das Gegenteil sagen; denn wenn Sie in Ihrem Bett geschlafen hätten,
wäre Ihnen der dort befindliche silberne Löffel aufgefallen.“
Oremus pro invicem, Kaplan Schmitz“
„Oremus pro invicem“ bedeutet: Beten wir
füreinander!
Dieser schlechte Witz stammt von den Feinden der Kirche.
Ein evangelischer und ein katholischer Pfarrer kommen an einem gewissen Hause vorbei.
Da sagt der evangelische Pfarrer: „Dort sind gefallene Mädchen; ich will doch mal schauen, ob sich eine beim Fall verletzt hat!“
Nach einer Stunde kommt er zurück und sagt: „Das ist ein gutes Haus, aber meine Frau ist besser.“
Da sagt der katholische Pfarrer: „Ich will doch mal schauen, ob eine beichten möchte.“ Nach einer Stunde kommt er zurück und sagt: „Du hattest recht, Deine Frau ist wirklich besser!“
Im Konveniat erzählt
Girgensohn war gestorben, doch Petrus führte ihn wider Erwarten in den Himmel. Jürgen freute sich bereits, doch auf einmal erhielt er einen gewaltigen Tritt in den Hintern. Er drehte sich um: Da stand der Teufel vor ihm.
„Ich dachte, ich sei im Himmel!“, stammelte Girgensohn.
Da antwortete der Teufel: „Nein, sondern du bist im integrierten Gesamtjenseits!“
Jürgen Girgensohn (1924-2007) führte als Kultusminister des Landes
Nordrhein-Westfalen (1970-1983) die kooperative Gesamtschule ein, ließ
allerdings seine eigenen beiden Kinder aufs Gymnasium gehen.
Ein junger Kaplan war zum ersten Mal im Konveniat. Ihr wißt nicht, was das ist? Das lateinische Wort conveniat bedeutet: (Der Klerus, die Geistlichkeit) komme zusammen. Dieses Treffen findet meist am Montagnachmittag reihum in jeweils einem Pfarrhaus statt.
Unser Kaplan wird eingeladen, Doppelkopf zu spielen, doch er schüttelt den Kopf und meint, das Kartenspiel sei des Teufels Gebetbuch. Ein allgemeines Schütteln des Kopfes ist die Reaktion darauf.
Nun wird ein Dujardin angeboten. Der Kaplan verzieht das Gesicht und bekennt, daß er lediglich bei der Heiligen Messe einige Tropfen Alkohol zu sich nehme. Das Murren seiner Mitbrüder wird deutlicher.
Nach dem Kartenspiel wird ein Kistchen mit Zigarren herumgereicht, doch der Kaplan hält es jetzt für angebracht, einen kleinen Vortrag über die Schädlichkeit des Rauchens zu halten.
Nun platzt dem Dechant aber der Kragen und er herrscht den Kaplan an: „Zeigen Sie mal Ihr Zelebret!“
Aus dem Konveniat. Das lateinische Wort celebret bedeutet: „Er möge zelebrieren“. Wenn ein
Priester auf der Reise war, zeigte er diesen Ausweis vor, um in einer anderen Pfarrei
oder in einem anderen Ordenshaus die Heilige Messe feiern zu können. Das Zelebret weist ihn als Priester aus.
Ein Mann kommt zum Arzt und läßt sich untersuchen, doch der Arzt findet nichts.
Da fragt er den Patienten: „Wie ist es denn mit dem da?“
Sagt der Patient: „Einmal im Monat.“
Ruft der Arzt: „Das ist es doch! Sie als junger Mann, das ist doch viel zu wenig!“
Antwortet der Patient kleinlaut: „Sie sind Arzt in Düsseldorf, aber ich bin Kaplan in der Eifel.“
Von Jupp
Ein guter Missionar steht um halb fünf auf, und das zweimal am Tag.
Von Richard
Herr und Frau Müller kommen an das Himmelstor, Petrus empfängt sie freundlich, führt sie in ihr Haus und empfiehlt sich dann, um noch etwas zu erledigen.
Die beiden staunen: Marmorfußböden, goldene Wasserkräne und in der Garage eine erlesene Sammlung von Oldtimern.
Als Petrus wiederkommt, sagt Herr Müller: „Entschuldigen Sie bitte, aber das kann doch nicht für uns sein!“
„Doch doch!“, versichert Petrus und verschwindet wieder.
Da bölkt Herr Müller seine Frau an: „Du mit Deinen Knoblauchpillen! Das alles hätten wir schon vor zehn Jahren haben können!“
Von Diakon Willibert Pauels
Ein Fünf-Sterne-Koch in Paris war berühmt für einen seiner Salate. Schließlich wollte eine hochgestellte Persönlichkeit wissen, wie er diesen Salat so wohlschmeckend mache. Selbstverständlich konnte der Koch sein Berufsgeheimnis nicht verraten.
Nachdem jedoch eine gewisse Summe den Besitzer gewechselt hatte, erklärte er Folgendes:
„Ich kaue eine Knoblauchzehe und hauche dann das Innere der Schüssel an.“
Das war einer der Lieblingswitze meines Vaters.
Ein Knecht, der auf einem Bauernhof arbeitete, konnte ein ganzes Brot essen. Eines Tages kam der dortige Graf zu Besuch und der Bauer wollte natürlich stolz diese Fähigkeit vorführen, doch der Knecht konnte das Brot nicht essen. Da fragte ihn der Bauer, ob er vielleicht krank sei.
„Nein“, antwortete der Knecht“, ich habe heute vormittag dreimal geübt, und jedesmal ging es!“
Dies war der Lieblingswitz meines Großvaters Hermann
Nitt vajässe, wenn dr Metzger Jeburtstag hat, ihm jett ze schinken!
Von Conny
Fragt der Pommesbudenbesitzer: „Wer is de Currywurst?“
Antwortet der Gast: „Datt is de Schantal. Ich bin de Bratwosch.“
Aus dem Ruhrpott
Drei Freunde treffen sich in einer Kneipe. Der Kölner bestellt ein Kölsch, der Duisburger ein Pils und der Düsseldorfer ein Wasser.
Auf die Frage, ob er krank sei, antwortet der Düsseldorfer: „Wenn ihr kein Bier trinkt, dann ich auch nicht!“
Drei Freunde treffen sich in einer Kneipe. Der Düsseldorfer bestellt ein Alt, der Duisburger ein Pils und der Kölner ein Wasser.
Auf die Frage, ob er krank sei, antwortet der Kölner: „Wenn ihr kein Bier trinkt, dann ich auch nicht!“
Drei Freunde treffen sich in einer Kneipe. Der Kölner bestellt ein Kölsch, der Düsseldorfer ein Alt und der Duisburger ein Wasser.
Auf die Frage, ob er krank sei, antwortet der Duisburger: „Wenn ihr kein Bier trinkt, dann ich auch nicht!“
Dieser Witz stammt aus
unserem Fahrradclub. Damit niemand beleidigt sei, wurde er dreimal verschieden
erzählt. Wenn ich Pech habe, sind jetzt alle drei Gruppen vergrätzt!
In fernen Ländern gilt folgende Regel:
Wasser stets nur von der Quelle holen, es sorgfältig abkochen, eine Desinfektionstablette hineingeben und gut verrühren, dann dieses Wasser auf gar keinen Fall zu sich nehmen, sondern Bier trinken!
Von Richard
Das schönste am Wein is datt Pilsken danach!
Spruch der Bürgerschützen
Sagt der Arzt zum Patienten: „Ich kann bei Ihnen rein gar nichts finden, muß am Alkohol liegen.“
Antwortet der Patient: „Dann komm ich wieder, wenn Sie nüchtern sind!“
Von Erika
Ein Vertreter der Firma Coca Cola kommt zum Kölner Erzbischof und schlägt vor, im Vaterunser beten zu lassen: „Gib uns unsere tägliche Cola“. Der Würdenträger wirft ihn hinaus.
Eine Woche vergeht. (Der Büttenredner geht langsam von einer Seite der Bühne zur anderen.)
Nun verspricht der Vertreter eine Million Euro, stößt aber wieder auf Grundeis.
Wieder vergeht eine Woche.
Jetzt lautet das Angebot: Zehn Millionen.
Da fragt der Erzbischof seinen Generalvikar:
„Wie lange läuft noch unser Vertrag mit Lieken Urkorn?“
Von Diakon Willibert Pauels
Jemand nahm 19 Löffel Zucker in den Kaffee. Da fragte ihn sein Tischnachbar: „Warum nicht zwanzig?“ Antwortet der erste: „Dann wird es zu süß!“
Jemand nahm 19 Löffel Zucker in den Kaffee, rührte aber nicht um. Da fragte ihn sein Tischnachbar: „Warum rühren Sie den Kaffee denn nicht um?“ Antwortet der erste: „Dann wird es zu süß!“
Zwei weitere Lieblingswitzchen meines Vaters
„Warum bauen Sie denn das Haus nicht im Winter weiter?“
Antwortet der Polier: „Na, hören Sie mal! Bei der Kälte würden uns doch alle Bierflaschen platzen!“
Von Erika
Habe Bier getrunken, Wein und Schnaps, bin beim Arzt gewesen, habe Wasser in den Beinen; das muß beim Zähneputzen passiert sein!
Aus dem Bierclub
Der Bürgermeister trinkt mit dem Pfarrer. Nach einigen Stunden sagt der Bürgermeister:
„Wir machen jetzt ein Experiment. Wir stehen auf. Wenn wir stehen können, trinken wir weiter; wenn wir nicht stehen können, gehen wir nach Hause!“
Von Luka
Sagt der Polizist zum Autofahrer: „Wir müssen eine Alkoholprobe machen!“
Antwortet der Autofahrer: „Dann bitte mit Whisky; Bier hatte ich schon mehr als genug!“
Von Erika
Sagt der Arzt zum Patienten: „Das Problem ist, daß Sie zu viel rauchen!“
Da entgegnet wütend der Patient: „Ich rauche überhaupt nicht!“
Antwortet ärgerlich der Arzt: „Dann rauchen Sie eben zu wenig!“
In der Schule gehört
Der Lehrer sagt: „Bilde einen Satz mit Schlange!“
Antwortet Klein-Erna: „Schlange nich jerauch!“
Aus den Klein-Erna-Witzen.
Her Mayer hat einen Hahn überfahren, klingelt beim Bauern, entschuldigt sich und bietet an, den Hahn zu ersetzen.
„Gut!“, sagt der Bauer, „dann höre ich Sie jetzt jeden Morgen um vier Uhr auf dem Misthaufen krähen.“
Von Erika
Ein Käufer besucht eine Tierhandlung und fragt: „Was kann dieser Graupapagei?“
Der Verkäufer antwortet: „Der kann Englisch!“
Der Käufer fragt weiter: „Und was kann der Graupapagei in der Mitte?“
Die Auskunft ist: „Der kann Englisch und Französisch!!“
Da fragt der potentielle Kunde: „Da hinten sitzt doch noch ein Graupapagei. Was kann der denn?“
Der Geschäftsinhaber reagiert verlegen: „Was der kann, wissen wir auch nicht so genau, aber die anderen nennen ihn Chef!!!“
Von Hans Gerd
Der Elefant und die Maus kommen zum Pfarrer und der Letztere fragt: „Ihr wollt doch nicht etwa heiraten?“
Da antwortet die Maus: „Wir wollen nicht nur, wir müssen!“
Aus dem Lateinischen: Elephantus et musculus veniunt ad parochum. –
Matrimonium volete? – Respondit
musculus: Debemus, debemus!
– Von Peter.
Eine Maus rannte durch die Küche, die Köchin rief aus: „O Jesses!“, und warf ein nasses Spültuch nach der Maus, welche durch die Gewalt des Zusammenstoßes verschied.
Für den Kirchenrechtler stellen sich nun folgende Fragen:
I. Hat die Maus eine unsterbliche Seele?
II. Kann die Maus Reue über ihre Sünden erwecken und dadurch in den Himmel kommen?
III. Lag eine Taufabsicht seitens der Köchin vor?
IV. Genügt in articulo mortis die Kurzform „O Jesses“ statt der ausführlichen Taufformel?
V. War das Spülwasser geweiht?
VI. Kann im Notfall Spülwasser statt sauberem Wasser für die Taufe verwendet werden?
Aus Kreisen der Kirchenrechtler
„Was bist du denn für ein Tier?“
„Ein Wolfshund.“
„Was ist das denn?“
„Mein Vater ist ein Wolf und meine Mutter ein Hund. – Und was bist du für ein Tier?“
„Ein Ameisenbär.“
„Das glaubʼ ich jetzt nicht!“
Aus dem Ferienlager
Ein Missionar in Afrika wird eines Tages von Löwen angefallen. Er schimpft: „Könnt ihr euch denn nicht wie Christen benehmen?“
Da bilden die Löwen einen Kreis um ihn, setzen sich auf ihr Hinterteil, kreuzen die Pfoten und beten:
„Komm, Herr Jesus, sei unser Gast und segne, was Du uns bescheret hast!“
Aus der Kindheit.
Er sagt: „Es wird langsam Winter und für das Schwein ist es im Stall zu kalt. Sollten wir es nicht im Haus unterbringen?“
Sie wendet ein: „Aber denkʼ doch mal an den Gestank!“
Er beruhigt: „An den Gestank muß sich das Schwein eben gewöhnen!“
In der Volksschule erzählt
„He, Sie da!! Ihr Hund hat mein Kind gebissen!“ –
„Ei, das tut er gern!“
Aus der Zeitung um 1980
Da war ein Schaf, das fraß in Hollywood eine Filmrolle.
Fragt ein anderes Schaf: „Wie hat es denn geschmeckt?“
Antwortet das erste Schaf: „Das Buch war besser!“
Aus einer Zeitschrift der 1990er Jahre
Ein Rheinländer trifft einen Westfalen, der einen Papagei auf seiner Schulter trägt. Da fragt der Rheinländer: „Kann der sprechen?“
Der Papagei antwortet: „Das weiß ich auch nicht so genau!“
Von Rainer
Was ist der historische Unterschied zwischen dem rechten und dem linken Niederrhein?
Als die Bewohner des rechten Niederrheins noch auf den Bäumen saßen, gingen die römischen Legionäre des linken Niederrheins bereits zur Maiandacht.
Von Bernhard
Klein-Erna ist zum ersten Mal auf dem Bauernhof. Die Kühe liegen wiederkäuend im Gras.
Da fragt Klein-Erna den Bauern: „Ist das nicht sehr teuer, alle Kühe mit Kaugummi zu versorgen?“
Aus den Klein-Erna-Witzen
Da schauen zwei aus dem Fenster, das sicherheitshalber gut geschlossen ist; denn es regnet in Strömen. Auf der Straße haben alle Passanten entweder eine dichte Regenkleidung oder einen Regenschirm. Nur einer läuft verzweifelt einher; seine Kleidung ist bereits vollständig durchnäßt und er ist noch nicht am Ziel.
Da fragt der eine: „Wer ist das denn?“
Der andere antwortet: „Das ist der Ansager vom Wetterdienst!“
Karikatur in einer Illustrierten der 1950er Jahre.
Stets gilt die alte Regel: Kräht der Hahn auf dem Mist,
Ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist.
Alte, durchaus richtige, Wetterregel
Ich habe häufig die Erfahrung gemacht, daß Deutsche über russische Witze nicht lachen können. (Dies gilt gleichfalls umgekehrt.) Der Grund ist eine unterschiedliche Mentalität. Außerdem setzen diese Witze die Kenntnis der Alltagswirklichkeit und der Geschichte Rußlands voraus.
An einem Standesamt war folgende Aufschrift:
„Geheiratet wird von Freitag bis Samstag.
Geschieden wird von Montag bis Donnerstag.“
Gehört 1985
„Was war früher: das Huhn oder das Ei?“ –
„Früher gab es hier beides!“
1991 gehört
„Wie ist das Verhältnis zwischen Dollar, Pfund und Rubel?“ –
„Ein Dollar kostet ein Pfund Rubel!“
1992 gehört
Die Russen lachten, wenn im Sprachunterricht das Wort Waschmaschine auftauchte.
Es erinnerte sie nämlich an das Russische Ваша машина Vaša mašina – Ihr/Euer Auto.
1995 gehört
Ein Russe, der noch nicht lange in Deutschland war, wollte Hühnchenfleisch einkaufen. Lange kreiste er erfolglos im Geschäft umher. Schließlich fand er Eier und fragte jemanden:
„Wo ist sejne Muutterr?“
1999 gehört. Das O in „Wo“ ist offen zu sprechen wie in Morgen.
Da fuhr ich mit dem Zug durch Rußland, Stunde um Stunde. Plötzlich hält der Zug. Nach längerem Stillstand frage ich den Schaffner:
„Warum geht es nicht weiter?“
Dieser antwortet: „Wir haben die Lokomotive ausgetauscht.“
Nun bin ich ja Spezialist und frage daher: „Gegen eine E-Lok oder gegen eine Diesellok?“
Der Schaffner antwortet: „Nein, gegen Wodka!“
Auf einer Rußlandreise gehört.
· Egerländer Witz. Läusa Dinga u aa mänchas ännara, Josef Hofman (1858-1943) und Otto Zerlik (1907-1989), Bücher der Egerländer, Band 3, Geislingen an der Steige (im Südosten der Region Stuttgart) 21957.
· Radio Eriwan antwortet, Michael Schiff und Ivan Steiger (1939-2025), München 1969.
· Antek und Franzek. Oberschlesischer Witz und Humor, Hans Schellbach, Dülmen 2009; 2016.
· Oberschlesisches Schmunzelbuch. Besinnliches aus Oberschlesien und anderen deutschen Landen, Richard Pawelitzki (1909-1999), Dülmen 1982.
· Klein Erna. Ganz dumme Hamburger Geschichten, nacherzählt und gezeichnet von Vera Möller, Hamburg 2011; 72023.
· Kommt Klein-Fritzchen zur Schule, Friedrich Klein, Frankfurt am Main 2001.
· Wenn die Russen lachen. Über tausend Witze aus Russland, Alexander Schrepfer-Proskurjakov, Norderstedt 2019.
· Russia Dies Laughing. Jokes from
Soviet Russia, Zhanna Dolgopolova, London 1982; London, Boston und Sidney 1983.
· Sudetenland, wie es lachte. Eine Sammlung sudetendeutschen Humors, Viktor Aschenbrenner (1904-1992), Zeichnungen von Helmut Helmessen, Frankfurt am Main 1979.
· So lacht man im Sudetenland. Hirschau und Hockewanzel, Wilhelm Pleyer (1901-1974) und Toni Schönecker (1893-1979), München 1968.
· Der tolle Bomberg. Komödie, Josef Bergenthal, Münster 1930.
· Der tolle Bomberg, Josef Winckler, Berlin 1930.
· Jüdische Witze, Salcia Landmann, geborene Passweg (1911-2002), Olten 1962.
· Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen (1720-1797): Wunderbare Reisen zu Wasser und Lande, Gottfried August Bürger, Göttingen 1786.
· Von Grafen, Pastoren und Marjellchen. Ostpreußen und seine Originale in Anekdoten und Histörchen, Wilhelm Matull, Leer 1997.
· Osudy dobrého vojáka Švejka za světové války, 2 Bände, Prag 1921. 1923; Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk während des Weltkrieges, Übersetzung von Grete Reiner, Illustrationen von Josef Lada, 2 Bände, Prag 1926.
© Dr. Heinrich Michael Knechten, Stockum 2026