Sanskrit

 

Inhalt

Einführung. 4

Die Devanāgarī-Schrift 6

Grammatisches. 7

Sandhi-Regeln. 7

Dvandva. 8

Indische Religionen. 8

Hinduismus. 8

Jina. 9

Yoga. 10

Buddhismus. 13

Sikh-Religion. 14

Sanskrit-Bibliographie. 15

Sanskrit-Lehrbücher 15

Sanskrit-Grammatiken. 16

Sanskrit-Etymologie. 17

Sanskrit-Wörterbücher 18

Sanskrit-Texte. 19

Pali-Bibliographie. 20

Pali-Lehrbücher 20

Pali-Grammatiken. 20

Pali-Wörterbücher 21

Pali-Texte. 21

Devanāgarī-Schrift 22

Panjābi und Granth. 22

Panjābi 22

Granth. 23

Hindi 23

Hindi-Lehrbücher 23

Hindi-Wörterbücher 23

Hindi-Grammatiken. 24

Hindi-Texte. 24

Urdu. 24

Bengalisch. 25

Marathi 25

Indologie. 26

Begriffe. 26

Bibliographie zum Buddhismus. 26

Buddhistische Texte in Übersetzung. 26

Darstellungen des Buddhismusʼ 29

Lexika des Buddhismus. 33

Buddhismus im Westen. 34

Klassische Sanskrittexte. 37

Ṛg-veda. 37

Upaniṣaden. 37

Mahābhārata. 38

Bhagavad Gītā. 38

Weitere hinduistische Texte. 39

Literatur zu indischen Religionen. 39

Kulturgeschichte Indiens. 40

Interkultureller Dialog. 41

Landeskunde und Kulturgeschichte. 42

Die Induskultur 43

Indus-Schrift 44

Sprachen der Indus-Kultur 44

Persönliches Nachwort 44

Zigeunersprache. 47

 

Einführung

Mahābhārata, Sintflutsage, in; Albert Thumb, Handbuch des Sanskrit, Band II, Heidelberg 1978, 38.

 

 

Sanskrit (saṃs-kṛta-m) bedeutet: Das Zurechtgemachte, Geordnete, Geschmückte. Dieses Wort bezeichnet die in altindischer Zeit entstandene und 400 vor Christus durch Pāṇini grammatisch genau geregelte Schriftsprache der brahmanischen Kultur Indiens.

 

Bhagavadgītā, 2. Gesang, in; Albert Thumb, Handbuch des Sanskrit, Band II, Heidelberg 1978, 68f.

 

Es handelt sich um die älteste Sprache, in der heute noch Bücher gedruckt und gelesen werden. Es ist die indische Gelehrtensprache par excellence.

Es ist eine heilige Sprache, da in ihr die Veden überliefert sind. Veda bedeutet: Wissen, heilige Lehre. Um 1200 bis 1000 vor Christus entstand die mündliche Überlieferung der Rigveda (ṛgveda – Vers-Wissen). Ab dem 5. Jahrhundert wurden einzelne Verse schriftlich aufgezeichnet. Die Veden wurden ursprünglich nur an Initiierte weitergegeben, die als Zweimalgeborene (dvija) bezeichnet werden.

Hervorgegangen ist Sanskrit aus einer nordindischen Volkssprache. In dieser Sprache gibt es philosophische, religiöse, juristische, naturwissenschaftliche, medizinische und literarische Texte.

Wer sich mit indoeuropäischen Sprachen beschäftigt, ist auf Sanskrit als Ausgangspunkt verwiesen. Wörter und grammatische Strukturen erscheinen hier in der ältesten zugänglichen Form.

Die Devanāgarī-Schrift

Sanskrit wird in der Devanāgarī-Schrift aufgezeichnet. Das Wort bedeutet: Schrift der göttlichen Stadt oder Schrift der Götterstadt. Damit wird zum Ausdruck gebracht, daß diese Schrift göttlichen Ursprungs ist.

Sie geht auf die Brahmi-Schrift zurück, die ab dem 3. Jahrhundert vor Christus in Indien belegt ist. Die älteste Inschrift in Devanāgarī stammt aus dem 7. Jahrhundert nach Christus. Seit dem 11. Jahrhundert ist sie die vorherrschende Schrift in Indien.

Die Schrift hat 33 Konsonanten und 13 Vokale (Sonanten).

 

Bhagavadgītā, 18. Gesang; Rāmayāna in; Albert Thumb, Handbuch des Sanskrit, Band II, Heidelberg 1978, 84f.

Grammatisches

Sandhi-Regeln

In der Phonetik sind die Sandhi-Regeln bedeutsam. Das Wort saṃdhi bedeutet Zusammensetzung. Es geht um systematische Veränderungen beim Zusammentreffen von zwei Morphemen oder Wörtern, welche die Aussprache vereinfachen. Im Griechischen wird syn- zu sym: Sympathie, Symmetrie. Dies ist ein interner Sandhi. Beim Zusammentreffen zweier Wörter steht der externe Sandhi: an egg (ein Ei), statt a, welches den Hiatus auslösen würde; das n in an ist also ein Hiatustilger. Die Liaison im Französischen bindet Wörter aneinander:

les͜ enfants.

Dvandva

Das Wort dvandva bezeichnet ein Paar, zum Beispiel: dreizehn – drei und zehn.

Das Wort tatpuruṣa bedeutet: dessen Diener. Durch diese Komposition wird ein Kasusverhältnis ausgedrückt, zum Beispiel: Königshaus.

Die Beispiele zeigen, daß Fachbegriffe der Sanskrit-Grammatik in der heutigen Linguistik verwendet werden.

Indische Religionen

Hinduismus

Der Begriff „Hinduismus“ faßt mehrere Religionen und religiöse Gemeinschaften, die in Indien ihren Ursprung haben, zusammen. Die größten von ihnen orientieren sich an folgenden Gottheiten:

·     Vishnu ist der Bewahrer und Erhalter der Welt.
Die großen Epen Rāmāyana (Gang Rāmās) und Mahābhārata (die große Geschichte der Bhāratas, das ist ein altindisches Herrschergeschlecht) mit der Bhagavad Gītā (der Gesang des Erhabenen) sind in dieser Gemeinschaft beheimatet.
Eine zentrale Rolle spielt Krishna (kṛṣṇa – der Dunkelhäutige) als geistiger Leiter, der Anweisungen spiritueller und ethischer Wegleitung gibt. Er trägt stets eine Bambusflöte bei sich, hat also einen fröhlichen Charakter.

·     Shiva steht für Kreativität, Vollendung, aber auch für zerstörerische Kräfte.

·     Shakti ist die Lebensquelle und mütterliche Barmherzigkeit, aber auch die Verursacherin des Schrecklichen.

Jina

Die Anhänger des Jina (Dschina – der Siegreiche) werden als Jinisten (gesprochen: Dschainisten) bezeichnet. Diese Religion geht auf das 6. Jahrhundert vor Christus zurück. Der Grundsatz der Nichtverletzung der Lebewesen, der auch in anderen indischen Religionen beachtet wird, ist für sie von höchster Bedeutung. Einige Anhänger dieser Religion führen ein Wanderleben, „nur mit der Luft bekleidet“.

·     Die stille Kraft der Gewaltlosigkeit. Der Jainismus und seine zeitlosen Prinzipien für ein friedliches Leben, Sarah L. Vogel, Ahrensburg 2024.

·     Heilige Berge, Tempelstädte und Asketen. Der Jainismus – eine lebendige Kultur Indiens, Franz Bätz, Gnas (Südoststeiermark) 1997.

Yoga

Joseph Maria Abs, Indiens Religion, Bonn und Leipzig 1923, 51

 

Die Mitte des Yoga (Joch) ist die Meditation, die Integration und Verwandlung aller Seelenkräfte, der Weg zur Befreiung von allem, was den Menschen hindert, er selbst zu sein, schöpferisch zu wirken, überall das Leben in seiner Fülle zu fördern.

Dazu verhelfen Übungen (asana – der Sitz) im Hatha-Yoga. Das Sanskritwort haṭha bedeutet Kraft, Hartnäckigkeit. Es geht darum, zu hohe und zu niedrige Spannung auszugleichen und zur Mitte zu gelangen, also Überaktivität (Rastlosigkeit) und Antriebslosigkeit (Trägheit) gleichermaßen zu überwinden.

Der Bhakti-Yoga ist der Weg der Liebe und des Mitleids, durchdrungen von der Hingabe an Gott (bhakti) und der Vereinigung mit ihm.

 

Der Kapuziner und Indologe Joseph Maria Abs, Photographie von Robert Schumacher, Neukirchen (Saar), vermittelt durch Johannes Schwarz

Buddhismus

Der Buddhismus ist zwar in Indien entstanden, von daher ist die Sprache seiner ursprünglichen Überlieferungen Sanskrit, aber seit dem 12. Jahrhundert nach Christus verschwand er in Indien immer mehr. Dieser Prozeß wurde durch die Schließung der buddhistischen Hochschulen forciert.

Als Beispiel sei die Plünderung und Zerstörung des Nālandā-Klosters im Jahre 1197 genannt, für die Muḥammad bin Baḥtiyār (um 1160 bis um 1206) verantwortlich war. Dieses Kloster war ein Zentrum buddhistischer Lehre und Gelehrsamkeit gewesen.

Daher liegen uns heute die buddhistischen Texte nicht mehr in Sanskrit, sondern in Pāli (Text, Zeile) vor, einer mittelindischen Sprache, welche die Konsonantenverbindungen des Sanskrit in Doppelkonsonanten verwandelt. Zum Beispiel wird dharma, die Lehre, zu dhamma. Dharma ist Gesetz, Recht, Sitte, Ethik, Moral, Gesellschaftsordnung. Die Wurzel des Wortes ist dhr – halten, stützen, bewahren. Das Sanskrit-Wort nirvāna wird zu nibbāna. Nirvāna ist das „Auswehen“, der Austritt aus dem verhängnisvollen Kreislauf des Leidens (saṃsāra – beständiges Wandern, Umherirren).

Es wurden Versuche gemacht, die Pali-Texte ins Sanskrit zurückzuübersetzen. Diese Sprache wird als Hybrid-Sanskrit bezeichnet, da sie eine künstliche Rekonstruktion darstellt.

 

Der ursprüngliche Buddhismus wird als Theravāda, Schule der Ältesten, bezeichnet. Da in ihm die Laien nur wenig berücksichtigt sind, bildete sich die Richtung des Mahāyāna heraus, die sich als „Großes Fahrzeug“ im Unterschied zum Hīnayāna, dem „Kleinen Fahrzeug“, bezeichnete, da in ihm viele Menschen „befördert“ werden konnten.

Die dritte Hauptrichtung des Buddhismus ist das Diamantene Fahrzeug (vajrayāna), der Tibetische oder Tantrische Buddhismus, der okkulte Rituale „zusammenwebt“ (tan – weben).

Sikh-Religion

Guru Nanak Dev (1469-1539) gründete diese Religion im 15. Jahrhundert. Seine Worte sind im Guru Granth Sahib (wörtlich: Lehrer-Buch-heilig; das heilige Buch des Lehrers) festgehalten. Die Texte sind in Panjabi in der Gurmukhischrift geschrieben.

Die zentrale Aussage ist, daß in jedem Menschen Liebe, Güte und Tugend wohnen, wenn er sich darum bemüht, anderen beizustehen, sich ehrlich seinen Lebensunterhalt zu verdienen und über den Namen Gottes zu meditieren.

„Der wahre Name ist der Schöpfer, der Geist ohne Furcht, ohne Feindschaft, der eine zeitlose Gestalt hat, nicht von einer Frau geboren.“ (Beginn des Granth).

„Niemand lebt lange genug für all seine Wünsche. Er meint, der Weg zu seinem Ziele sei unendlich weit. Das ewige Leben hingegen ruht in Erkenntnis der Wahrheit: Der Weg zu ihr führt nach innen.“ (Guru Nanak im Ślok Vadhik).

Ich habe die Gastfreundschaft der Sikhs erlebt: Ich durfte in einem ihrer Tempel übernachten und erhielt auch eine Mahlzeit.

Leider konnte ich damals nicht in den Panjab (Punjab) reisen, um zum Goldenen Tempel in Amritsar zu pilgern. In dieser Zeit kam es vor, daß im Panjab ein Reisebus mit Hindus durch eine Bombe explodierte. Es sollte der Staat Chalistan (freies Land) für die Sikhs geschaffen werden. Da aber der Panjab sowohl industriell als auch landwirtschaftlich bedeutsam ist, nahm die Regierung dies nicht hin und ließ den Goldenen Tempel stürmen. Am 31. Oktober 1984 wurde die Premierministerin Indira Gandhi von ihren Leibwächtern, die Sikhs waren, getötet.

Sanskrit-Bibliographie

Sanskrit-Lehrbücher

·     Bopp, Franz (1791-1867), Ausführliches Lehrgebäude der Sanskrita-Sprache, 2 Bände, Berlin 1827.

·     Bühler, Johann Georg (1837-1908), Leitfaden für den Elementarcursus des Sanskrit mit Übungsstücken und 2 Glossaren, Wien 1883; 1927; Darmstadt 1988; Grund- und Aufbaukurs des Sanskrit, neu herausgegeben und bearbeitet von Andreas Pohlus, Studia Indologica Universitatis Halensis, Band 15, 2 Bände, Halle an der Saale 2020.

·     Guhe, Eberhard, Einführung in das klassische Sanskrit. Ein Lehrbuch mit Übungen, Wiesbaden 2008.

·     Mehner, Maximilian, und Jürgen Hanneder, Sanskrit-Vademecum, Marburg 2019.

·     Morgenroth, Wolfgang (1930-2021), Lehrbuch des Sanskrit. Grammatik, Lektionen, Glossar, Leipzig 1973; 1977; 1982; 1985.

·     Stiehl, Ulrich, Sanskrit-Kompendium. Ein Lehr-, Übungs- und Nachschlagewerk, Heidelberg 2007; Norderstedt 2017.

·     Thomi, Peter, Sanskrit-Lehrbuch. Materialien für den Elementarunterricht, Hamburg 2008.

·     Weber, Claudia, Sanskrit Wort für Wort, Kauderwelsch, Band 187, Bielefeld 2005.

Sanskrit-Grammatiken

·     Bopp, Franz, Kritische Grammatik der Sanskrita-Sprache in kürzerer Fassung, Berlin 1868.

·     Edgerton, Franklin (1885-1963), Buddhist Hybrid Sanskrit, Band I: Grammar, New Haven 1953; 1985; Delhi 1970; 1972; 1977; 1985; 1992; 1998; 2004.

·     Fick, Richard (1867-1944), Praktische Grammatik der Sanskrit-Sprache für den Selbstunterricht mit Übungsbeispielen, Lesestücken und Glossaren, Wien 1913.

·     Gonda, Jan, Kurze Elementar-Grammatik der Sanskrit-Sprache, Leiden 1941; 1963.

·     Kellner, Hermann Camillo (1839-1916), Kurze Grammatik der Sanskrit-Sprache mit vergleichender Berücksichtigung des Griechischen und Lateinischen, Leipzig 1868.

·     Kielhorn, Franz (1840-1908), A Grammar of the Sanscrit Language, Bombay 1870; 1880; 1888; 1896; 1912; Varanasi 1970; 2004; Grammatik der Sanskrit-Sprache, Übersetzung von Wilhelm Solf, Berlin 1888; neu herausgegeben und bearbeitet von Andreas Pohlus, Studia Indologica Universitatis Halensis, Band 15, Halle an der Saale 2020.

·     Mayrhofer, Manfred (1926-2011), Sanskrit-Grammatik mit sprachvergleichenden Erläuterungen, Sammlung Göschen 2207, Berlin und New-York 1953; 1965; 1978; 2012.

·     Stenzler, Adolf Friedrich (1807-1887), Elementarbuch der Sanskrit-Sprache. Grammatik, Texte, Wörterbuch, Breslau 1868; umgearbeitet von Richard Pischel (1849-1908), Breslau 1892; 1902; 1915; umgearbeitet von Karl Friedrich Geldner (1852-1929), Berlin 1943; 1995; 2003.

·     Thumb, Albert, Handbuch des Sanskrit mit Texten und Glossar. Eine Einführung in das sprachwissenschaftliche Studium des Altindischen, I. Teil: Grammatik, 1. Einleitung und Lautlehre, Sammlung indogermanischer Lehrbücher, Reihe 1: Lehr- und Handbücher, Band 1, 1, Heidelberg 1905; 1930; umgearbeitet von Richard Hauschild, Heidelberg 1958.

·     Whitney, William Dwight (1827-1894), Sanskrit Grammar. Including both the Classical Language, and the Older Dialects, of Veda and Brahmana, Leipzig 1879; Norderstedt 2019.

·     Whitney, William Dwight, The Roots, Verb-Forms, and Primary Derivatives of the Sanskrit Language, Leipzig 1885.

Sanskrit-Etymologie

·     Mayrhofer, Manfred, Kurzgefaßtes etymologisches Wörterbuch des Altindischen, Register unter Mitarbeit von Heinz Dieter Pohl, Indogermanische Bibliothek, 2. Reihe: Wörterbücher, 3 Bände, Heidelberg 1956.1963.1980.

·     Uhlenbeck, Christiaan Cornelis (1866-1951), Kurzgefaßtes etymologisches Wörterbuch der altindischen Sprache, Amsterdam 1898f; Osnabrück 1973.

Sanskrit-Wörterbücher

·     Böhtlingk, Otto Nicolaus von (1815-1904), und Rudolph Roth (1821-1895), Sanskrit-Wörterbuch, 7 Bände, St. Petersburg 1855-1875; Delhi 1990; 2000.

·     Böhtlingk, Otto Nicolaus von, Sanskrit-Wörterbuch in kürzerer Fassung, 7 Theile in drei Bänden, St. Petersburg 1879.1881-1884.1886.1889; in einem Band, Delhi 1991; 1998.

·     Edgerton, Franklin, Buddhist Hybrid Sanskrit, Band II: Dictionary, New Haven 1953; 1985; Delhi 1970; 1972; 1977; 1985; 1992; 1998; 2004.

·     Monier-Williams, Monier (1819-1899), A Sanskrit-English Dictionary Etymologically and Philologically Arranged with Special Reference to Cognate Indo-European Languages, Oxford 1872; neu herausgegeben von E. Leumann und C. Cappeller, Cambridge 1899; Neu-Delhi 2005.

·     Mylius, Klaus, Wörterbuch Deutsch-Sanskrit, Leipzig 1988; Langenscheidt. Handwörterbuch Deutsch-Sanskrit, Berlin, München, Zürich, Wien und New York 1992; 2001.

·     Mylius, Klaus, Wörterbuch Sanskrit-Deutsch, Leipzig 1975; 1980; 1988; Leipzig, Berlin, München, Zürich, Wien und New York 1992; 2001.

·     Mylius, Klaus, Sanskrit-Deutsch. Deutsch-Sanskrit. Wörterbuch, Wiesbaden 2005.

·     Schmidt, Richard, Nachträge zum Sanskrit-Wörterbuch in kürzerer Fassung von Otto Böthlingk, Hannover 1928.

Sanskrit-Texte

·     Böhtlingk, Otto von, Sanskrit-Chrestomathie, herausgegeben von Richard Garbe (1857-1927), Leipzig 1909.

·     Edgerton, Franklin, Buddhist Hybrid Sanskrit, Band III: Reader, Delhi 1972.

·     Lanman, Charles Rockwell (1850-1941), A Sanskrit Reader. Text and Vocabulary and Notes, Boston 1889; Neu-Delhi 2004.

·     Mylius, Klaus, Chrestomathie der Sanskritliteratur, Leipzig 1978; 1981; 1992; Wiesbaden 2005.

·     Oguibénine, Boris, A New Buddhist Hybrid Sanskrit Reader, Harvard Oriental Series, Opera Minora, Band 15, Piscataway, New Jersey 2023.

·     Takahashi, Soh, The Tale of Nala. Text (Transcription) and Vocabulary, Texte und Studien zur Orientalistik, Band 9, Hildesheim, Zürich und New York 1994.

·     Thumb, Albert, Handbuch des Sanskrit mit Texten und Glossar. Eine Einführung in das sprachwissenschaftliche Studium des Altindischen, II. Teil: Texte und Glossar, Sammlung indogermanischer Lehrbücher, Reihe 1: Lehr- und Handbücher, Band 1, 2, Heidelberg 1905; bearbeitet von Richard Hauschild, Heidelberg 1978.

Pali-Bibliographie

Pali-Lehrbücher

·     Hinüber, Oskar von, Das ältere Mittelindisch im Überblick, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte, 467. Band, Wien 22001.

·     Reißmüller, Heinz, Lehrbuch für Pāli, Stammbach-Herrnschrot 2016.

·     Warder, Anthony Kennedy (1924-2013), Introduction to Pali, London 1963.

Pali-Grammatiken

·     Collins, Steven, A Pali Grammar for Students, Chiang Mai (Thailand) 2006.

·     Fahs, Achim (1929-2013), Grammatik des Pali, Leipzig 1985; 1989.

·     Fahs, Achim, Syntax und Nominalkomposition der Palisprache, Rostock 1969.

·     Gnanaratana, Nabirittankadawara, A Pali Grammar for Tripitaka Studies, Kelaniya (Sri Lanka) 2021.

·     Mayrhofer, Manfred, Handbuch des Pāli. Eine Einführung in das sprachwissenschaftliche Studium des Mittelindischen, I. Teil: Grammatik, Indogermanische Bibliothek, Erste Reihe: Lehr- und Handbücher, Heidelberg 1951.

·     Seidenstücker, Karl Bernhard (1876-1936), Handbuch der Pali-Sprache. Elementargrammatik, Texte, Glossar, 3 Bände, Leipzig 1916.1923.1925.

Pali-Wörterbücher

·     Davids, Thomas William Rhys (1843-1922) und William Stede, Pali-English Dictionary, 8 Bände, Chipstead, Surrey (England) 1921-1925; in einem Band, London 1966; Neu-Delhi 1975.

·     Mylius, Klaus, Wörterbuch Pāli-Deutsch. Mit Sanskrit-Index, Wichtrach 1997.

·     Upasak, C. S., Dictionary of Early Buddhist Monastic Terms (Based on Pali Literature), Varanasi 1975.

Pali-Texte

·     Bhagwat, N. K., The Mahāvagga (The Vinaya-Pitaka), Bombay 1944.

·     Gäng, Peter, Meditationstexte des Pāli-Buddhismus (Pāli und Deutsch), Berlin 2003; Achtsamkeit – Sati, Berlin 22007.

·     Johansson, Rune E. A., Pali Buddhist Texts. Explained to the Beginner. An Introductory Reader and Grammar, Nordic Institute of Asian Studies. Asian Studies Monograph Series, No. 14, London und New York 1973; 1977; 1981; 1986; 1998; 2009.

·     Kaviratna, Harischandra, Dhammapada. Wisdom of the Buddha, Pasadena, California 1980; Dhammapada. Weisheitsworte Buddhas Pāli-Deutsch, Übersetzung von Hans Geer, Eberdingen 21994.

·     Mayrhofer, Manfred, Handbuch des Pāli. Eine Einführung in das sprachwissenschaftliche Studium des Mittelindischen, II. Teil: Texte und Glossar. Mit einem Anhang: Einige Proben Buddhistischer Sanskrit-Texte, Indogermanische Bibliothek, Erste Reihe: Lehr- und Handbücher, Heidelberg 1951.

Devanāgarī-Schrift

·     Friedrich, Elvira, Einführung in die indischen Schriften, Band 1: Devanāgarī, Einführung in fremde Schriften, Hamburg 1999.

·     Hindelang, Götz, Einführung in die Devanāgarī-Schrift anhand des Hindi, Einführungen in fremde Schriften, Hamburg 2021.

·     Kiehnle, Catharina, Sanskrit. Devanāgarī-Schrift erlernen, Horn - Bad Meinberg 2023.

·     Lambert, Hester Marjorie, Introduction to the Devanagari Script für Students of Sanskrit, Hindi, Marathi, Gujarati and Bengali, London 1953.

·     Vermeer, Hans Josef (1930-2010) und Aryendra Sharma, Hindi-Lautlehre mit Einführung in die Devanagari-Schrift, Heidelberg 1966; 1972; 1983.

·     Zimmermann, Jutta Marie, Devanāgarī. Die Schrift aus der Stadt der Götter, Stuttgart 2007.

Panjābi und Granth

Panjābi

·     Colloquial Panjabi. The Complete Course for Beginners, Mangat Rai Bhardwai, London 22012.

·     Punjabi-English Dictionary, S. S. Josi, Patiala 2002.

·     A Simplified Grammar and Reading Book of the Panjabi Language, William St. Clair Tisdall, New York 1961.

Granth

·     Sri Dasam Granth Sahib, herausgegeben von Gurbachan Singh Makin, Ludhiana 2018.

·     The Ādi Granth. The Holy Scriptures of the Sikhs, Übersetzung von, Ernest Trumpp, London 1877; Osnabrück 1974.

·     Das unsagbare Glück. Gebete und Hymnen aus dem Goldenen Tempel, Aus dem Adi Granth und Dasm Granth der Sikh ausgewählt, übertragen und eingeleitet von Heinz Gstrein, Wien, Freiburg im Breisgau und Basel 1983.

Hindi

Hindi-Lehrbücher

·     Bakaya, Akshav, und Annie Montaut, Hindi ohne Mühe, Nörvenich 2010.

·     Fornell, Ines, und Gautam Liu, Hindi bolo! Hindi für Deutschsprachige, Bremen 2010.

Hindi-Wörterbücher

·     Baganz, Lutz, Hannelore Bauhaus-Lötzke, Barbara Börner-Westphal, Margot Gatzlaff-Hälsig und Christina Oesterheld, Handwörterbuch Hindi-Deutsch, Hamburg 2013.

·     Gatzlaff-Hälsig, Margot, Wörterbuch Deutsch-Hindi, Hamburg 2013.

Hindi-Grammatiken

·     Agnihotri, Rama Kant, Hindi. An Essential Grammar, New York 2023.

·     Kavita, Kumar, Namaste. Einführung in die Grammatik und den praktischen Gebrauch des Hindi, Gießen 2007.

·     Renner, Elmar Josef, und Vipul Goswami, bāteṁ. Hindi-Grammatik kommunikativ, Heidelberg 2023.

·     Vermeer, Hans Josef, Aryendra Sharma und Walter Schmitt, Einführung in die Grammatik der modernen Hindi, Heidelberg 1963; 1972; 1983; 1985; 1988.

Hindi-Texte

·     Ansari, Dagmar, Chrestomathie der Hindi-Prosa des 20. Jahrhunderts, Leipzig 1967.

·     Harris, Richard M., und Rama Nath Sharma, A Basic Hindi Reader, Ithaca 1969.

·     Vermeer, Hans Josef, und Aryendra Sharma, Hindi-Lesebuch, Heidelberg 1966; 1981.

Urdu

Die Bezeichnung Urdu, tschagatalisch für Armeelager,  vergleiche das türkische ordu – Armee, tauchte erstmals 1780 in den Gedichten von Ġulām Hamdānī Muṣḥafī 1751-1844) auf. Diese Sprache wurde in den Wanderfeldlagern des Großmoguls Akbar (1556-1605) gesprochen.

Hindi und Urdu sind Soziolekte des Hindustani. Seit dem 19. Jahrhundert orientierte sich Hindi mehr am Sanskrit und Urdu mehr an der persischen Sprache. Hindi wird in Devanāgarī und Urdu in arabisch-persischer Schrift geschrieben. Urdu gilt als die Sprache der Dichtkunst.

·     Beginning Urdu. A Complete Course, Joshua H. Pien und Fauzia Farooqui, Washington DC 2011.

·     Popular Oxford Practical Dictionary Urdu & English, 2 Bände, Lahore 1994.

·     Urdu. Readings in Literary Urdu Prose, G. C. Narang, Madison, Milwaukee und London 1968.

Bengalisch

Das Bengalische gehört zum indoarischen Zweig der indoiranischen Untergruppe der indoeuropäischen Sprachfamilie. Es wird in Bangladesch, Westbengalen und Tripura gesprochen.

·     Lehrbuch der modernen bengalischen Hochsprachen, Rahul Peter Das, Südasienwissenschaftliche Arbeitsblätter, Band 14, Halle an der Saale 2020.

·     Bengali Grundwortschatz, Noor Nazrabi, Hamburg 2015.

·     Rabindranath Tagoreʼs Gitanjali, herausgegeben von Bhaktiprasad Mallik, Data for the Study of Languages of Asia and Africa, Band 3, South-Asian Series: Bengali Language, Band 2, Tokio 1988.

Marathi

Marathi gehört zum indoarischen Zweig der indoiranischen Untergruppe der indoeuropäischen Sprachfamilie. Es ist Amtssprache in Maharashtra, dessen Hauptstadt Mumbai ist.

·     A Grammar of Old Marathi, Alfred Master, Oxford 1964.

·     Learn Marathi, R. V. Donghde, Usha Ranade und Aparna Jha, Pune 1988.

·     Lehrbuch des Marathi, Daniel Krasa, Hamburg 2007.

·     Marathi Grammar, Appaji Kashinath Kher, Pune 32005.

·     The New Standard Dictionary Marathi-English, Madhusudan Shrinivas Sirmokadam und Gangadhar Deorao Khanolkar, 3 Bände, Bombay 1970-1985.

Indologie

·     Mylius, Klaus, Aufsätze und Rezensionen zur Indologie, herausgegeben von Dieter B. Kapp (1941-2021), Beiträge zur Kenntnis südasiatischer Sprachen und Literaturen, Band 22, Wiesbaden 2011.

Begriffe

·     March, A. C., A Glossary of Buddhist Terms, Bibliotheca Indo-Buddhica, No. 25, London 1937; Delhi 1986.

·     Seegers, Manfred, Buddhistische Grundbegriffe, Sulzberg 1993.

Bibliographie zum Buddhismus

Buddhistische Texte in Übersetzung

·     Dahlke, Paul, Buddha. Auswahl aus dem Pali-Kanon, Illustrationen von Marcus Behmer, Berlin 1920; 1922.

·     Dahlke, Paul, Die Lehre des Erhabenen. Aus dem Pali-Kanon, Einführung von Martin Steinke (1882-1966), Goldmann-Taschenbücher, Band 39006, München 1979; 1986.

·     Dahlke, Paul, Majjhima-Nikaya. Mittlere Sammlung, Zehlendorf-West bei Berlin 1923.

·      Dahlke, Paul, Suttapitaka. Buch der buddhistischen Urschriften, Band 1f: Digha-Nikaya. Die Lange Sammlung der Lehrreden, Zehlendorf-West 1920; Band 3: Mittlere Sammlung, Erste Lese, Zehlendorf-West 1923.

·     Geiger, Wilhelm (1856-1943), und Nyāṇapoṇika Mahathera (Siegmund Feninger; 1901-1994), Saṃyutta-Nikāya. Die Lehrreden des Buddha aus der Gruppierten Sammlung, 3 Bände in 2 Büchern, Wolfenbüttel 1990.

·     Glasenapp, Otto Max Helmuth von (1891-1963), Der Pfad zur Erleuchtung. Grundtexte der buddhistischen Heilslehre, Düsseldorf und Köln 1956.

·      Gueth, Anton Walter Florus (Ṉāṇatiloka – Kenner der Drei Welten; 1878-1957), Die Lehrreden des Buddha aus der Angereihten Sammlung Anguttara-Nikāya. Herausgegeben von Nyanaponika, 5 Bände, Breslau 1911.1912.1914; München 1922; Leipzig 1923; Freiburg im Breisgau 1984; Braunschweig 1993.

·     Gueth, Anton Walter Florus (Ṉāṇatiloka), Visuddhi-Magga oder Der Weg zur Reinheit, Konstanz 21952.

·      Hoppe, Max (1907-1992), Buddha, seine Lehre und sein Weg. Texte aus dem Pali-Kanon, Große Erzieher der Menschheit, Band 3, Bühl 1953.

·     Lloyd, Arthur, Buddhist Meditations from Japanese Sources, Tokyo 1905.

·     Mehlig, Johannes, Die Weisheit des alten Indien, Band 2: Buddhistische Texte, Orientalische Bibliothek, München 1987.

·     Neumann, Karl Eugen Josef (1865-1915), Der Wahrheitpfad. Dhammapadam. Ein buddhistisches Denkmal, Leipzig 1893; München 1921.

·     Neumann, Karl Eugen Josef, Die Lieder der Mönche und Nonnen Gotamo Buddhos. Aus den Therāgāthā und Therīgāthā, München 1923; Zürich 1957.

·     Neumann, Karl Eugen Josef, Die Reden Gotamo Buddhos. Aus der Längeren Sammlung Dhīghanikāyo des Pāli-Kanons, 7 Bände, München 1907.1912.1918.1927. 1928; Zürich 1957; Die Reden des Buddha. Längere Sammlung, Stammbach (Landkreis Hof) 2004.

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Weitere hinduistische Texte

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Landeskunde und Kulturgeschichte

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·     Weihreter, Hans, Ladakh. Vergessene Feste. Botschaften im Fels, Graz 2010.

Die Induskultur

Die Induskultur bestand 2800 bis 1800 vor Christus entlang des Indus im heutigen Pakistan, Nordwestindien und Afghanistan, nahm also eine größere Fläche als das antike Ägypten und Mesopotamien zusammen ein. Die bekanntesten Ausgrabungsorte sind Harappa im Norden und Mohenjo-Daro (Hügel der Toten) im Süden.

Es gab eine Stadtplanung, gepflasterte Straßen mit Kanalisation und, zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte, gebrannte Ziegel mit den heute noch gebräuchlichen Proportionen 1:2:4.

In Mohenjo-Daro wurde ein Badebecken gefunden, das entweder zur kultischen Reinigung oder als öffentliche Badeanstalt diente.

Es gab Kunsthandwerk. (Siehe die Vase 2600-2450 vor Christus).

Handel wurde vor allem mit Sumer getrieben.

·     Die Indus-Zivilisation. Wiederentdeckung einer frühen Hochkultur, Michael Jansen, Köln 1986.

·     Indus Civilization Sites in India. New Discoveries, Dilip K. Chakrabarti, Mārg, Band 55, Nr. 3, Mumbai 2004.

·     The Rise of Civilisation in India and Pakistan, Bridget und Raymond Allchin, Cambridge 1982; 1988.

·     Vergessene Städte am Indus. Frühe Kulturen in Pakistan vom 8.-2. Jahrtausend v. Chr., Ausstellung in Aachen, München, Arnheim, Münster, Paris, Brüssel und Frankfurt am Main, Günter Urban, Michael Jansen und Alexandra Ardeleanu-Jansen, Mainz 1987.

Indus-Schrift

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·     The Archeology and Epigraphy of Indus Writing, Bryan K. Wells, Oxford 2015.

Sprachen der Indus-Kultur

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Persönliches Nachwort

Über meine Indienreise im Jahre 1986 habe ich hier berichtet. Ich reiste mit 4,5 kg Gepäck im Rucksack vier Wochen lang durch Indien und benutzte dafür eine Rundreise-Fahrkarte der indischen Eisenbahn. Ich begann mit dem Süden.

Indien ist ein lärmendes Land. So tat mir die Stille des Himalaya gut. Hier meditierte ich in einem buddhistischen Kloster.

In Bombay (Mumbai) stellte ich fest, daß indische Spezialisten im elektronischen Bereich weit fortgeschritten waren. Als ich in einem Vortrag in Deutschland sagte, wir könnten von Indien lernen, wurde mir entgegengehalten: „Wenn Sie zu Spenden für dieses arme Land aufgerufen hätten, wäre dies verständlich, aber wie können wir von denen lernen?“

Ich hatte Kontakt mit einer indischen Familie, die auf der Straße lebte. Auf zwei Ziegelsteinen stand ihr kleiner Kochtopf. Sie arbeiteten tagsüber in einer Wäscherei, hatten aber kein Zuhause. Sie waren schutzlos der Witterung ausgesetzt. Dies war besonders schwierig während des Monsuns.

Lastträger, Kastenlose, schliefen in ihren Lastkörben, damit ihr wichtigstes Mittel zum Erwerb nicht gestohlen würde.

Ich brauchte in Kalkutta eine halbe Stunde, um eine Brücke zu überqueren, nicht, weil sie so lang gewesen wäre, sondern weil sie vollständig von Fahrzeugen und Fußgängern verstopft war.

Dies ist die eine Seite Indiens. Andererseits ist es eine aufstrebende Wirtschaftsmacht.

Mein Schwerpunkt bei dieser Reise lag auf dem Studium des Jinismus (Jainismus), des Buddhismus und der verschiedenen Zweige des so genannten Hinduismus. Darüber hinaus interessierten mich die alte indische Kunst und die Archäologie.

Ich stellte fest, daß im reichen Norden Indiens Säkularisierung um sich griff, während im Süden zu dieser Zeit noch viel ursprüngliche Religiosität zu finden war. Ich bestieg barfuß einen heiligen Berg.

Der Benediktiner Jean-Marie Déchanet veröffentlichte 1956 sein Buch: „Yoga für Christen“, das 1957 ins Deutsche übersetzt wurde. Dies war mein erster Yogalehrer.

Seit 1968 übe ich Zenmeditation. Meine Lehrer waren: Willi Massa (1931-2001), Hugo Lasalle (Makibi Enomiya; 1909-1990), Karlfried Graf Dürckheim (Karl Friedrich Alfred Heinrich Ferdinand Maria Graf Eckbrecht von Dürckheim-Montmartin; 1896-1988) und Yamada Kôun (1907-1989).

Diesen beiden Übungswegen (Yoga und Zen) verdanke ich eine vergleichsweise gute körperliche Verfassung und eine religiöse Vertiefung.

Immer wieder wurde ich wegen dieser Übungen kritisiert. Es sei Selbsterlösung, ich würde Christus gegen das Nichts eintauschen, ich befände mich auf einem gefährlichen Irrweg, da es mir nicht um Erlösung, sondern um Erleuchtung ginge.

Diese Kritiker haben sich weder mit der christlichen Mystik noch mit indischen Religionen ernsthaft beschäftigt; denn sonst fänden sie erstaunliche Parallelen.

Es gab immer wieder Auseinandersetzungen, weil mystische Erfahrungsaussagen auf die peinlich feinjustierte Goldwaage einer andersgearteten und -orientierten Dogmatik gelegt und infolgedessen als häretisch eingestuft wurden. So kam es, daß der islamische Mystiker Al-Challadsch (al-Ḥallāğ) am 26. März 922 in Bagdad gekreuzigt wurde, weil er gesagt hatte: „Ich bin die (göttliche) Wahrheit.“

Es geht heute nicht an, die Mauern religiöser Unterscheidungen bis zum Himmel aufzutürmen, sondern es gilt, die Bereitschaft aufzubringen, einander zu verstehen, sich gegenseitig die Hand zu reichen, sich zu umarmen in Liebe und auch in der Erkenntnis eigenen Versagens. So ergeben sich Reinigung (κάϑαρσις kátharsis), Umkehr (μετάνοια metánoia), Versöhnung (καταλλαγή katallagē), Verklärung (μεταμόρφωσις metamórphōsis) und Vereinigung (ἕνωσις hénōsis).

In einem nächtlichen Gespräch sagte Christus zu Nikodemus:

„Wenn jemand nicht von neuem / von oben geboren wird (ἐὰν μή τις γεννηϑῇ ἄνωϑεν), kann er/sie das Königreich Gottes nicht schauen“ (Joh 3, 3).

 

Zigeunersprache

Die später als Zigeuner bezeichneten Menschen wanderten aus Indien aus und bewahrten mittelindische Wörter. Dafür folgen einige Beispiele:

·      ač – werden, bleiben; Prakrit (mittelindisch) acch – bleiben.

·      amaró – unser; Prakrit amhārā – unser.

·      andré – innen; antare – innen.

(Weitere Beispiele in: Wentzel, Zigeunersprache, 18-30.)

 

·     Miklosič, Franz von, Beiträge zur Kenntnis der Zigeunermundarten, 4 Bände, Wien 1874-1878; Leipzig 1984.

·     Wentzel, Tatjana W., Цыганский язык (севернорусский диалект), Moskau 1964; Die Zigeunersprache (Nordrussischer Dialekt), Übersetzung von Erika Klemm, Leipzig 1988.

·     Wolf, Siegmund A., Großes Wörterbuch der Zigeunersprache (romani tšiw), Hamburg 1987.

 

© Dr. Heinrich Michael Knechten, Stockum 2026

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