Haus Laer

 

Schmiedeeisernes Tor zum Grundstück des Hauses Laer,
Photographie von H. M. Knechten

 

Im Südosten Bochums, Höfestraße 45, befindet sich ein abgelegenes und wenig beachtetes Kleinod, das Haus Laer. Bei meinem ersten Besuch war ich nicht besonders beeindruckt, aber bei meiner zweiten Erkundung ging ich mit mehr Zeit und Ruhe vor.

 

Haus Laer, Photographie von H. M. Knechten

 

Das Werdener Urbar (Heberegister) notierte im Jahre 890, daß dem Kloster Werden Abgaben aus dem Landgut Laer (villa Lahari) zustehen.

Das Gelände war sumpfig; daher wurde für den geplanten Neubau ein tragfähiges Fundament geschaffen. Im Jahre 940 wurden Eichenpfähle in den Boden gerammt, darüber wurden Längsschwellen von 40 bis 60 cm Breite gelegt. So entstand ein Pfahlrost, welcher der darauf erbauten Hauptburg Stabilität verlieh. Zusätzlich ist dieser Gebäudeteil von einer Gräfte umgeben, sodaß Wasserschäden vermieden werden mußten.