Vr. Michael

Michael Knechten[1] legte 1975 die theologische Diplomprüfung ab.[2] 1978 wurde er zum Priester geweiht. Er wirkte in der Seelsorge.

1984-1989 arbeitete er in einem Betrieb. Er lernte die Situation ausländischer Familien kennen.

Das Lizentiat erwarb er 1991 mit einer Arbeit über Darstellungen des Lebens der heiligen Xenia von St. Petersburg.[3]

1998 promovierte er mit einer Dissertation über Rechtfertigung und Synergie bei Theophan dem Klausner zum Dr. theol.[4]

Seit 1991 ist er in der muttersprachlichen Seelsorge tätig. Am 19.5.2018 empfing er die Handauflegung zum Erzpriester und das Recht, die Krone, das Brustkreuz, das Epigonation und den Stab zu tragen. Die Russische Gemeinde ist in Horneburg beheimatet. In Nordrhein-Westfalen wohnen 780.000 Russischsprachige.[5]

 

 Vierzigjähriges Priesterjubiläum in Horneburg
Photographie von Werner Joemann

Werke

v Rechtfertigung und Synergie bei Theophan dem Klausner. Ein Beitrag russisch-orthodoxer Theologie zum ökumenischen Gespräch, Waltrop 1998, ISBN 3-927718-98-X.

v Monastische Väterliteratur und ihre Rezeption durch Makarij von Optina, Waltrop 2002, ISBN 3-933688-68-X.

v Freude bringende Trauer. Väter-Rezeption bei Ignatij Brjančaninov, Waltrop 2003, ISBN 3-89991-011-7.

v Katholische Spiritualität bei Theophan dem Klausner, Studien zur russischen Spiritualität I, Waltrop 2005, zweite, erweiterte Auflage 2018, ISBN 978-3-89991-200-5.

v Evangelische Spiritualität bei Tichon von Zadonsk, Studien zur russischen Spiritualität II, Waltrop 2006, ISBN 3-89991-052-4.

v Das Jesusgebet bei russischen Autoren, Studien zur russischen Spiritualität III, Waltrop 2006, ISBN 3-89991-061-3; zweite, erweiterte Auflage: Kamen 2013, ISBN 978-3-89991-154-1.

v Starzen in Optina, Studien zur russischen Spiritualität IV, Waltrop 2007, ISBN 978-3-89991-069-8; zweite, erweiterte Auflage: Kamen 2020, ISBN 978-3-89991-224-1.

v Filaret von Moskau als geistlicher Schriftsteller, Studien zur russischen Spiritualität V, Waltrop 2008, ISBN 978-3-89991-084-1.

v Kraft in der Schwachheit – Dimitrij von Rostov und Zar Peter der Große, Studien zur russischen Spiritualität VI; zweite, erweiterte Auflage, Kamen 2018, ISBN 978-3-89991-203-6.

v Licht in der Finsternis – Johannes von Kronstadt, Studien zur russischen Spiritualität VII, Kamen 2010, ISBN 978-3-89991-109-1; zweite, erweiterte Auflage: Kamen 2020, ISBN 978-3-89991-222-7.

v Russische Eremiten, Studien zur russischen Spiritualität VIII, Kamen 2011, ISBN 978-3-89991-117-6.

v Das Leben spendende Kreuz, Studien zur russischen Spiritualität IX, Kamen 2011, ISBN 978-3-89991-121-3; zweite, erweiterte Auflage: Kamen 2021, ISBN 978-3-89991-241-8.

v Heutige Starzen, Studien zur russischen Spiritualität X, Kamen 2012, ISBN 978-3-89991-132-9.

v Starzinnen, Fürstinnen und Törinnen, Studien zur russischen Spiritualität XI, Kamen 2012; zweite, erweiterte Auflage: Kamen 2021, ISBN 978-3-89991-233-3.

v Russische Klostergründer, Studien zur russischen Spiritualität XII, Kamen 2013; zweite, erweiterte Auflage: Kamen 2019, ISBN 978-3-89991-211-1.

v Russische Glaubensboten, Studien zur russischen Spiritualität XIII, Kamen 2013; zweite, erweiterte Auflage: Kamen 2019, ISBN 978-3-89991-206-9.

v Leidendulder. Zum 1000. Todestag der heiligen Boris und Gleb. Zum 400. Geburtstag des Leidendulders Avvakum, Studien zur russischen Spiritualität XIV; zweite, erweiterte Auflage: Kamen 2017, ISBN 978-3-89991-194-7.

v Der geistliche Vater, Studien zur russischen Spiritualität XV, Kamen 2015, ISBN 978-3-89991-166-4.

v Metropolit Makarij und Ivan der Schreckliche, Studien zur russischen Spiritualität XVI, Kamen 2016, ISBN 978-3-89991-176-3.

v Starzen und Hirten, Studien zur russischen Spiritualität XVII, Kamen 2017, ISBN 978-3-89991-184-8.

v Monastische Väterliteratur bei Makarij von Optina, Studien zur russischen Spiritualität XVIII, Kamen 2017, ISBN 978-3-89991-187-9.

v Damit sie meine Herrlichkeit schauen (Joh 17,24), Studien zur russischen Spiritualität XIX, Kamen 2017, ISBN 978-3-89991-192-3.

v Staurophilia - Kreuzesliebe, Studien zur russischen Spiritualität XX, Kamen 2020, ISBN 978-3-89991-226-5.

 

Hartmut Spenner

 

Dank gebührt allen, welche diese Bücher durch ihre Fragen angeregt und ihre Veröffentlichung ermöglicht haben.

Спаси, Господи!

 

Hinweise

o   Knechten feiert Jubiläum. Vor 25 Jahren zum Priester geweiht, in: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 9.5.2003.

o   Ein Priester, der auch richtig zupacken kann, in: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 20.5.2003.

o   Vater Michael, in: Kevelaerer Blatt, 2.7.2009, Nr. 27, S. 5.

o   Bera, Herbert, Kolping Horneburg: „Alt und Jung – gemeinsam in Schwung“, in: Ostern 2010. St. Dominikus, 27-30.

o   Bera, Herbert, Morgens „Büttenpredigt“, nachmittags bunte Narretei, in: Fastenzeit und Ostern, St. Dominikus 2012, 13-15.

o   Kiepe, Michaela, Geerlings verleiht Pfarrer Knechten die Erzpriesterwürde, Bistum Münster, 20.5.2018.

o   Bialas, Martina, Pfarrer Knechten darf nun die Mitra tragen. Die russische Gemeinde in Horneburg hat seit dem Wochenende einen Erzpriester in ihren Reihen, in: Dattelner Morgenpost, 23.5.2018, Nr. 117, Seite 4.

o   Kiepe, Michaela, Pfarrer Knechten wird Erzpriester. Ehrung. Die Russische Gemeinde der heiligen Boris und Gleb in Datteln hat die Verleihung der Erzpriesterwürde an Pfarrer Heinrich Michael Knechten gefeiert, in: Kirche und Leben, 10.6.2018, Nr. 23, Seite 15.

o   Hollenhorst, Simone, Hüter der Schätze. Der Jäger der verlorenen Schätze, Photographien v. Martin Pyplatz, in: Dattelner Morgenpost, 17.4.2021, Nr. 89, Seite 1 und 5.

o   Hollenhorst, Simone, Jäger der verlorenen Schätze. Schlaflose Nächte wegen Maria Magdalena, Photographien v. Martin Pyplatz, in: Sonntagskurier, 24.4.2021, Nr. 17, Seite 6.

o   Pörzgen, Gemma, Der Russenseelsorger, 5.12.2020.

 

Verknüpfungen

Ansprachen

Bibel

Bibliographie: Übersicht

Bücher schreiben

Burgen

Geschichte der Kirche Horneburg

Ikonen

Lebensfülle

Liturgie

Pilgerreisen

Russische Gemeinde

Russische Religionsphilosophie

Russische Spiritualität

Theologie

Veröffentlichungen

 

Hauptseite

 

 




[1] Die Endung des Namens stellt einen schwachen oder niederdeutschen Genitiv dar. Es handelt sich um ein Patronymikon. Vgl. R. u. V. Kohlheim, Duden. Familiennamen. Herkunft und Bedeutung, Mannheim, Leipzig, Wien u. Zürich 2000, 200: Duden als patronymische Bildung zu Dudo/Dude.

[2] Vgl. Zur Frage der Literarkritik von Lev 16, Diplomarbeit, Würzburg 1974.

[3] Vgl. Schriften über das Leben der hl. Ksenija von St. Petersburg, in: Orientalia Christiana Periodica 58 (1992), 527-547, ISSN 0030-5375.

[4] Vgl. Der Weg zum Heil bei Theophan dem Klausner. Rechtfertigung aus Glauben und die Synergia, Dissertation, Münster 1997.

[5] Vgl. Ferda Ataman, Berlin-Ekspress. Migranten als Zielgruppe: In der Hauptstadt entstehen russischsprachige Medien für ganz Europa, in: Der Tagesspiegel, 10.11.2007; in: www.tagesspiegel.de/medien/berlin-ekspress/1091642.html (abgerufen am 14.3.2021).